TradingKey – Am 1. Juli (EST) kletterte Gold ( XAUUSD) zeitweise über die Marke von 4.100 USD und kehrte damit auf ein Fast-Wochenhoch zurück. Bis Redaktionsschluss verzeichnete der Edelmetallpreis ein Plus von 2,27 % und notierte bei 4.098 USD pro Unze. Der neu ernannte Fed-Vorsitzende Kevin Warsh erklärte am Mittwoch, dass sowohl die Inflationserwartungen als auch die Inflationsrisiken in den letzten Wochen zurückgegangen seien.

[Quelle: TradingView]
Warsh führte aus, dass die Inflationserwartungen und -risiken in den letzten Wochen gesunken seien und die Federal Reserve weiterhin entschlossen sei, die Inflation auf ihr 2 %-Ziel zu senken. Er stellte fest: „In den ersten Wochen dieses Zeitraums sind die Inflationserwartungen zurückgegangen, und die Inflationsrisiken haben sich dementsprechend verringert.“
Er fügte hinzu: „Sollte irgendjemand in den privaten Haushalten, der Geschäftswelt oder an den Finanzmärkten glauben, dass sich die Fed mit einem Inflationsziel von über 2 % abfinden wird – dann wird er sich leider täuschen: Wir werden die Preisstabilität in den Vereinigten Staaten gewährleisten.“
In Bezug auf Zinsentscheidungen wich Warsh Fragen aus, ob die Fed auf ihrer Juli-Sitzung die Zinsen anheben könnte. Er deutete an, dass man bei dem Treffen in vier Wochen eine umfassende „familieninterne Debatte“ führen könne, darüber hinaus gebe es jedoch derzeit keine weiteren Informationen zu verkünden.
An der geopolitischen Front erklärte US-Präsident Donald Trump gegenüber den Medien, dass die aktuellen US-Gespräche mit dem Iran in Katar gute Fortschritte machten. Insidern zufolge führten die USA und der Iran am 1. Juli in Doha, der Hauptstadt Katars, indirekte Gespräche, wobei Katar und Pakistan als Vermittler fungierten. Die Gespräche konzentrierten sich auf die Umsetzung der Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran und umfassten Themen wie die Freigabe iranischer Vermögenswerte sowie die Gewährleistung der maritimen Sicherheit in der Straße von Hormus.
In Bezug auf die Prognosen für den Goldpreis erklärte TD Securities, dass der Goldpreis vor einer Bodenbildung unter die Schwelle von 3.900 USD fallen könnte, diese Korrektur jedoch eine strategische Kaufgelegenheit darstellen würde.
Das Institut wies darauf hin, dass die aktuelle Abwärtskorrektur ihren Boden noch nicht erreicht hat, wobei die größte kurzfristige Bedrohung von dem durch steigende Ölpreise ausgelösten Inflationsdruck ausgeht. Es warnte, dass sich die Sorte Brent weiterhin auf dem Weg in den Bereich von 90 bis 110 USD pro Barrel befindet, was den Straffungskurs der Fed untermauern und die Haltekosten für Gold erhöhen würde.