Das Pfund Sterling verzeichnet am Mittwoch einen Gewinn von 0,14 % angesichts der breiten Stärke des US-Dollars und der Kommentare des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh, der bekräftigte, dass die Zentralbank keine Forward Guidance geben werde, obwohl sie anerkennt, dass die Inflation weiterhin zu hoch ist. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das GBP/USD bei 1,3277, nachdem es von den Tagestiefs bei 1,3219 abgeprallt ist.
Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh räumte ein, dass die Fed eine Inflation über dem Ziel von 2 % nicht akzeptiert, fügte hinzu, dass die Inflation zu hoch sei und der Arbeitsmarkt stabil bleibe. Er gab keine weiteren Hinweise, erklärte jedoch, dass die Fed weiterhin auf Preisstabilität fokussiert bleibe.
Der Greenback bewegte sich kaum aufgrund von Warshs Äußerungen, wobei der US Dollar Index (DXY), der die Performance der US-Währung gegenüber den anderen sechs misst, bei 101,34 lag und um 0,17 % zulegte.
Die Daten in den USA waren gemischt: Die ADP-Beschäftigungsveränderung im Juni verfehlte die Schätzungen von 113.000 und lag bei 98.000, unter den 122.000 im Mai. Gleichzeitig sanken die Challenger-Entlassungen im Juni um 53 % von 97.006 auf 45.849. Laut Andy Challenger, Chief Revenue Officer bei Challenger, Grey & Christmas, kühlten sich die Entlassungen im Juni aufgrund saisonaler Effekte ab; Arbeitgeber entließen 443.604 Personen, was einem Rückgang von 40 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.
Im Vereinigten Königreich konzentrieren sich die Anleger auf die Politik nach dem Rücktritt von Premierminister Keir Starmer. Andy Burnham, der ihn nachfolgen wird, beruhigte die Märkte, indem er bekräftigte, dass er an den von Kanzler Reeves auferlegten fiskalischen Regeln festhalten werde.
Abgesehen davon haben sich die Erwartungen an Zinserhöhungen durch die Bank of England (BoE) nach dem US-Iran-Abkommen, das die Ölpreise sinken ließ, abgeschwächt. Die Swaps-Märkte erwarten laut Prime Terminal-Daten mindestens eine Zinserhöhung der BoE im Jahr 2026.

Der Fokus richtet sich am Donnerstag auf die US Nonfarm Payrolls, wobei erwartet wird, dass die US-Wirtschaft 110.000 neue Arbeitsplätze schafft. Gleichzeitig wird prognostiziert, dass die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 % bleibt.
Im Tages-Chart notiert GBP/USD bei 1,3269 und behält einen bärischen Ton bei, da es unter dem wichtigen Cluster der einfachen gleitenden Durchschnitte (SMA) um 1,3415 bleibt, während es deutlich unter der abwärtsgerichteten Widerstandstrendlinie nahe 1,3524 gedeckelt ist. Die Position des Preises unter diesen oberen Niveaus deutet darauf hin, dass Rallyes weiterhin korrektiv sind, wobei der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 44 auf ein gedämpftes Aufwärtsmomentum hinweist, anstatt auf eine unmittelbare überverkaufte Erholung.
Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung nahe der aufwärtsgerichteten Unterstützungstrendlinie ab etwa 1,3159 gesehen, wo Käufer versuchen könnten, den Rückgang zu verlangsamen, falls das Paar seinen Pullback ausdehnt. Auf der Oberseite wäre ein Schlusskurs über dem SMA-Cluster bei 1,3415 erforderlich, um den aktuellen bärischen Druck zu mildern, während die absteigende Widerstandstrendlinie um 1,3524 eine höhere Deckelung darstellt, die zurückerobert werden müsste, um eine bedeutendere Veränderung im breiteren technischen Bild zu signalisieren.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.