Die Fed hat ihren Zinssatz auf 3,75-4,00% angehoben, die erste Erhöhung seit 2023 und ihre erste Maßnahme jeglicher Art seit der Senkung im Dezember 2025. Vor sechs Tagen erhöhte die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Einlagensatz, die Rendite, die Banken für bei ihr geparktes Geld erhalten, um denselben Viertelpunkt auf 2,50%. Damit wurden beide Seiten dieses Paares innerhalb einer Woche neu bewertet. Nimmt man die Mitte der neuen amerikanischen Spanne, zahlt die Fed 3,875% gegenüber 2,50% bei der EZB, eine Differenz von 1,375 Punkten. Die Abstimmung fiel einstimmig mit 12-0 aus, und die Erklärung sagte nichts darüber aus, was als Nächstes kommt. Genau dort lag die Differenz, bevor einer von beiden sich bewegte.
Die gesamte Reaktion passt in eine einzige Fünf-Minuten-Kerze. Das Paar stieg zunächst nach der Veröffentlichung, drehte dann aber und fiel um 31 Pips, bevor die Kerze beendet war, was drei Vierteln der Handelsspanne entspricht, die es im gesamten Sitzungsverlauf aufgebaut hatte. Es wird im Bereich von 1,1500 am Tagestief gehandelt, rund 20 Pips unter dem Niveau, auf dem es vor 18:00 GMT lag. Das Tagesshoch knapp über 1,1550 wurde am europäischen Morgen erreicht und liegt nun 42 Pips entfernt. Der Fünf-Minuten-Momentum-Indikator liegt bei etwa 33, also im mittleren Bereich, da der Rückgang schneller kam, als der Indikator misst.

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.