Der Euro (EUR) notiert im frühen europäischen Handel am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar (USD) vorsichtig um 1,1545. Das wichtige Währungspaar dürfte unter Druck bleiben, da die Federal Reserve (Fed) ihre geldpolitische Entscheidung um 18:00 GMT bekannt geben wird.
Es wird allgemein erwartet, dass die Fed ihre fünf Sitzungen andauernde Pause beendet und die Zinsen um 25 Basispunkte (bps) auf die Spanne von 3,75%-4,00% anhebt, da der jüngste Verbraucherpreisindex-Bericht (VPI) zeigte, dass der Inflationsdruck hartnäckig und deutlich über dem 2%-Ziel der Zentralbank liegt.
Anleger werden der geldpolitischen Erklärung der Fed und der Pressekonferenz von Vorsitzendem Kevin Warsh besondere Aufmerksamkeit schenken, um neue Hinweise zum US-Zinsausblick zu erhalten.
Vor der Fed-Sitzung haben die Finanzmärkte begonnen, mindestens eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr einzupreisen.
Analysten von ABN Amro betonen, dass der Grund für einen weiteren Schritt ihrer Ansicht nach in erster Linie vorsorglicher Natur und nicht aggressiv disinflationär sei. Sie argumentieren, dass "der Fall für eine Zinserhöhung daher weniger darin besteht, die Inflation direkt zu senken, sondern vielmehr darin, zu verhindern, dass die Inflation hartnäckiger wird." Vor diesem risikomanagenden Hintergrund sagt die Bank, sie habe "für die Dezember-Sitzung eine einzige zusätzliche Zinserhöhung eingeplant, basierend auf ähnlichen Überlegungen wie bei der ersten Zinserhöhung," und betont zugleich, dass der weitere Verlauf davon abhängen werde, wie sich die Inflationsdynamik entwickelt.

EUR/USD notiert bei 1,1548 und behält damit kurzfristig einen leicht bärischen Ton bei, da es unter dem exponentiellen 20-Tage-Durchschnitt (EMA) bei 1,1590 bleibt.
Das Scheitern, diese dynamische Barriere zurückzuerobern, deutet darauf hin, dass jüngste Erholungen verkauft werden, während der Relative Strength Index (RSI) um 43 im neutralen bis schwachen Bereich liegt, was darauf hindeutet, dass der Abwärtsdruck anhält, jedoch ohne überverkaufte Extreme.
Strategen bei Scotiabank sehen die aktuelle Konstellation ebenfalls als "neutral/bärisch", wobei der "RSI nach einem kurzen Anstieg über die überkaufte Schwelle bei 70 – erreicht Ende August – rasch in den bärischen Bereich gefallen ist."
Auf der Oberseite wird der anfängliche Widerstand durch den 20-Tage-EMA bei 1,1590 definiert, und ein täglicher Schlusskurs über diesem Niveau wäre erforderlich, um den aktuellen Abwärtsdruck zu mildern und den Weg für eine nachhaltigere Erholung zu öffnen. Auf der Unterseite ist das psychologische Niveau von 1,1500 die wichtigste Unterstützungszone.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die US-Notenbank (Federal Reserve, kurz Fed) entscheidet achtmal im Jahr bei vorher festgelegten Sitzungen über die Geldpolitik und insbesondere über die Höhe der Leitzinsen. Sie verfolgt dabei zwei zentrale Ziele: eine Inflationsrate von rund 2 % sowie die Sicherung der Vollbeschäftigung. Das wichtigste Instrument zur Umsetzung dieser Ziele ist die Steuerung der Zinssätze – sowohl jener, zu denen die Fed Geld an Geschäftsbanken verleiht, als auch der Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen. Hebt die Fed die Zinsen an, gewinnt der US-Dollar (USD) in der Regel an Wert, da höhere Zinsen ausländisches Kapital anziehen. Senkt sie die Zinsen, neigt der Dollar dazu, an Wert zu verlieren, weil Investoren ihr Geld eher in Länder mit höheren Renditen verlagern. Bleiben die Zinsen unverändert, richtet sich der Fokus auf den Ton der begleitenden Erklärung des Offenmarktausschusses (FOMC): Klingt diese eher „hawkish“, also auf künftige Zinserhöhungen hindeutend, oder „dovish“, was auf mögliche Zinssenkungen schließen lässt.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Mi Sept. 16, 2026 18:00
Häufigkeit: Unregelmäßig
Prognose: 4%
Vorher: 3.75%
Quelle: Federal Reserve