USD/JPY handelt am Montag höher nahe 154,40, nachdem es ein Intraday-Hoch knapp unter 155,00 erreicht hatte.
Die Märkte sind nun stark auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch positioniert, wobei die Wahrscheinlichkeit nach den heißen Inflationsdaten für August auf fast 90% gestiegen ist. Diese Neubewertung hat die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben getrieben, wobei die 10-jährige Rendite am Montag auf den höchsten Stand seit drei Jahren gestiegen ist.
Eine größere Renditedifferenz zwischen den USA und Japan zieht die Kapitalströme zurück in Richtung US-Dollar. Höhere Ölpreise verstärken das Bild, indem sie die US-Inflationserwartungen und Renditen anheben und gleichzeitig die Handelsbilanz Japans verschlechtern.
Auf japanischer Seite tagt die Bank of Japan (BoJ) am Freitag, und eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ist vollständig eingepreist. Da so viel davon bereits eingepreist ist, zog der Yen heute keine frischen Käufe an, was dem US-Dollar Spielraum verschaffte. Gleichzeitig bildet dies aber einen Boden unter dem Yen und begrenzt, wie weit das Paar steigen kann.
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert USD/JPY bei 154,38 und weist eine leichte bullische Tendenz auf, da es über dem 20-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 154,04 und der nahegelegenen horizontalen Unterstützung bei 153,99 bleibt. Der Anstieg wird kurzfristig jedoch durch den ersten Widerstand bei 154,42 begrenzt, mit weiteren Hürden bei 154,58 und 155,00, während der längerfristige 100-Perioden-SMA bei 157,12 weiterhin eine entfernte Obergrenze darstellt. Der Relative Strength Index (RSI) um 51 signalisiert ein neutrales Momentum und deutet auf eine Konsolidierung vor einem klareren Richtungsbruch hin.
Auf der Oberseite würde ein nachhaltiger Anstieg über 154,42 den Weg in Richtung 154,58 öffnen, vor der psychologischen Marke von 155,00, wo erneut Verkaufsinteresse aufkommen könnte, bevor der breitere Widerstand durch den 100-Perioden-SMA bei 157,12 definiert wird. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 20-Perioden-SMA bei 154,04, gefolgt von der horizontalen Marke bei 153,99; ein Rückgang unter diese Zone würde den bullischen Ton schwächen und das Paar tieferen Korrekturrisiken aussetzen.
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