USD/JPY fällt am Freitag um 0,54% und handelt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung um 153,60. Das Paar sprang zunächst nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten auf 154,49, gab die gesamte Bewegung jedoch schnell wieder ab, da die Stärke des japanischen Yen (JPY) die anfängliche Erholung des US-Dollars (USD) überwiegt.
Der US-Verbraucherpreisindex (VPI) steigt im August im Jahresvergleich um 3,4% und bleibt damit gegenüber dem Vormonat unverändert sowie im Einklang mit den Markterwartungen, wie aus den am Freitag vom Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlichten Daten hervorgeht. Auf Monatsbasis steigen die Preise um 0,4%, nach einem Anstieg von nur 0,1% zuvor.
Auch die zugrunde liegenden Daten senden ein etwas festeres Signal. Der Kern-VPI, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, steigt auf Monatsbasis um 0,3% und übertrifft damit die Prognose von 0,2%. Auf Jahresbasis lässt die Kerninflation jedoch auf 2,4% nach, nach 2,5% im Juli.
Der US-Dollar legt nach der Veröffentlichung zunächst zu, gestützt durch den stärker als erwarteten monatlichen Anstieg der Kerninflation. Diese Reaktion verliert jedoch gegenüber dem japanischen Yen schnell an Momentum, der in dieser Woche zu den stärksten Währungen zählt.
Die japanische Währung bleibt durch Erwartungen im Zusammenhang mit der bevorstehenden geldpolitischen Entscheidung der Bank of Japan (BoJ) unterstützt. Die Märkte erwarten, dass die Zentralbank ihren Kurs der geldpolitischen Normalisierung fortsetzt, wobei bei der Sitzung in der kommenden Woche eine mögliche Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 1,25% erwartet wird, was die Kreditkosten auf den höchsten Stand seit 31 Jahren bringen würde.
Die Kombination aus einer möglicherweise strafferen Geldpolitik in Japan und dem nachlassenden Momentum des US-Dollars nach der anfänglichen CPI-Reaktion stützt daher den japanischen Yen und hält USD/JPY in der Nähe von 153,60 unter Druck.
