Der Euro (EUR) notiert während der asiatischen Handelssitzung am Montag gegenüber dem US-Dollar (USD) leicht schwächer bei rund 1,1610. Das wichtige Währungspaar gibt nach, während der US-Dollar leicht zulegt, da Anleger zu Beginn der Woche des US-Verbraucherpreisindex (CPI) vorsichtiger werden.
Anleger werden die am Freitag veröffentlichten US-CPI-Daten genau beobachten, um frische Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) zu erhalten.
Märkte richten den Fokus auf letzte US-Inflationsdaten vor der Fed-Entscheidung
Analysten der Deutschen Bank betonen, dass "am Freitag alle Augen auf den US-CPI-Wert für August gerichtet sein werden, dem am Donnerstag der PPI vorausgeht," und weisen darauf hin, dass diese Veröffentlichungen "die letzten Inflationsdaten vor der nächsten Entscheidung der Fed am 16. September darstellen." Ihre US-Ökonomen erwarten einen deutlichen Anstieg des Preisdrucks, wobei der Gesamt-CPI für August "bei +0,38% MoM gegenüber zuvor +0,07% liegen dürfte," während sie davon ausgehen, dass der zugrunde liegende Preisdruck begrenzt bleibt, da der Kern-CPI voraussichtlich "bei +0,21% gegenüber +0,22% liegen wird."
Unterdessen dürften Händler die Zinserwartungen der Fed bald neu bewerten, da die US Nonfarm Payrolls (NFP) für August stärker als erwartet ausgefallen sind. Die Daten zeigten am Freitag, dass die Wirtschaft 162K neue Stellen geschaffen hat, deutlich mehr als die erwarteten 56K.

Im Tages-Chart notiert EUR/USD bei 1,1609 und behält damit kurzfristig einen leicht bärischen Ton bei, da das Paar unter dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,1563 bleibt, der nun als Deckel nach oben fungiert. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei etwa 54 und damit im neutralen Bereich, was darauf hindeutet, dass der Abwärtsdruck anhält, ohne dass auf beiden Seiten starke Signale einer Momentum-Erschöpfung vorliegen.
Auf der Oberseite ist der 100-Tage-SMA bei 1,1563 der erste nennenswerte Widerstand, den die Bullen zurückerobern müssten, um die derzeit gedeckelte Struktur zu lockern und den Weg zu höheren Niveaus wieder zu öffnen. Da in diesem Datensatz unterhalb des Preises keine klaren nahegelegenen Unterstützungsniveaus durch wichtige gleitende Durchschnitte oder strukturelle Indikatoren erkennbar sind, würde ein Rückgang in Richtung der jüngsten Tiefs wahrscheinlich eher von Momentum und breiteren Marktbewegungen als von klar definierten technischen Unterstützungen auf diesem Zeitrahmen getrieben werden.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Inflation misst die Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen. Der Anstieg wird in der Regel als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat oder Vorquartal ausgewiesen. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Lebensmittel und Energie ausschließt, ist der Maßstab, an dem sich Zentralbanken orientieren, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Der Verbraucherpreisindex (CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Er wird in der Regel als prozentuale Veränderung im Vergleich zum Vormonat (MoM) und zum Vorjahresmonat (YoY) ausgedrückt. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, steht im Fokus der Zentralbanken. Wenn der Kern-CPI über 2 % steigt, führt dies in der Regel zu Zinserhöhungen, und umgekehrt, wenn er unter 2 % fällt. Höhere Zinssätze sind in der Regel positiv für eine Währung, da sie zu Kapitalzuflüssen führen.
Entgegen der Intuition kann hohe Inflation den Wert einer Währung steigern, da Zentralbanken in der Regel die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies lockt internationale Investoren an, die von höheren Renditen profitieren möchten.
Gold galt lange als sicherer Hafen in Zeiten hoher Inflation, da es seinen Wert behielt. In jüngerer Zeit hat sich dies jedoch verändert. Zwar wird Gold in Krisenzeiten nach wie vor als sicherer Hafen genutzt, doch hohe Inflation führt oft dazu, dass Zentralbanken die Zinssätze anheben. Dies belastet Gold, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu zinsbringenden Anlagen erhöhen. Niedrigere Zinsen hingegen machen Gold wieder attraktiver.