Der US-Dollar (USD) zeigt sich gegenüber dem japanischen Yen (JPY) verhalten. USD/JPY handelte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Freitag im Bereich der niedrigen 159,00er-Marke.
In Japan beschleunigte sich die Inflation im Juli, wobei die Verbraucherpreise insgesamt im Jahresvergleich um 1,9% stiegen und die Kernwerte fester ausfielen, während die Unternehmensumfragen für August stärker als erwartet ausfielen. Zusammen haben sie die Erwartungen verfestigt, dass die Bank of Japan (BoJ) auf ihrer September-Sitzung die Zinsen anheben wird, wobei Swaps inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von rund 80% für einen solchen Schritt einpreisen. Diese Überzeugung ist der Haupttreiber für den Yen.
Eine robuste Wirtschaft der Vereinigten Staaten (US) wirkt in die andere Richtung. Die am Freitag veröffentlichten vorläufigen S&P Global Purchasing Managers' Index (PMI)-Umfragen zeigten eine Beschleunigung der Aktivität im privaten Sektor. Der Composite-Index sprang dank eines starken Dienstleistungswerts von 54,5 auf 56, obwohl das verarbeitende Gewerbe nachgab und die Prognosen verfehlte. Solide Daten dieser Art stützen die Higher-for-Longer-These für die Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) und bilden einen Boden unter dem Dollar, auch wenn der Greenback auf einen Wochenverlust zusteuert.
Das US-Finanzministerium teilte mit, dass es seine Rückkäufe länger laufender Schuldtitel mindestens verdoppeln werde, um Spannungen am Anleihemarkt zu lindern und die Renditen zu begrenzen, und Washingtons Kurswechsel hin zu Wirtschaftssanktionen gegen den Iran statt weiterer Militärschläge hat die Risikobereitschaft verbessert. Dieser letzte Punkt wirkt gegen den Yen, da eine freundlichere Risikostimmung die sichere Währung normalerweise belastet, doch die Überzeugung von einer BoJ-Zinserhöhung und niedrigere US-Renditen haben ausgereicht, um dies auszugleichen.
Die Handelsspanne dürfte erst dann verlassen werden, wenn der Kalender dazu zwingt. Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh gibt am kommenden Freitag sein Jackson-Hole-Debüt, und die Bank of Japan entscheidet am 18. September. Bis dahin lassen ein schwacher Dollar und die feste Erwartung einer BoJ-Verschärfung das Risiko leicht nach unten tendieren, wobei der 200-Tage-Durchschnitt als Schlüsselmarke gilt.
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert USD/JPY bei 159,02 und hält einen leicht bullischen kurzfristigen Bias, da es sowohl über dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 158,81 als auch über dem 20-Perioden-SMA bei 158,91 bleibt. Die Häufung dieser SMAs knapp unter dem Kurs deutet auf ein unterstützendes Umfeld hin, während der Relative Strength Index (RSI) um 51 auf ein neutrales Momentum hindeutet und damit eher auf eine Konsolidierung als auf eine aggressive Fortsetzung des Trends in naher Zukunft schließen lässt.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der horizontalen Barriere bei 159,04, gefolgt vom nächsten Deckel bei 159,13, wodurch eine enge Obergrenze entsteht, die die Bullen überwinden müssen, um weitere Gewinne freizusetzen. Auf der Unterseite findet sich die unmittelbare Unterstützung nahe dem aktuellen Handelsbereich, wobei der 20-Perioden-SMA bei 158,91 und das horizontale Niveau bei 158,87 eine erste Nachfragezone bilden, vor dem 100-Perioden-SMA bei 158,81 und einer tieferen Untergrenze bei 158,63, die Rücksetzer begrenzen dürfte, solange der insgesamt konstruktive Ton anhält.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)