EUR/GBP handelt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Freitag um 0,8570 und damit im Tagesverlauf praktisch unverändert. Dem Paar fehlt nach der Veröffentlichung insgesamt solider Aktivitätsindikatoren sowohl in der Eurozone als auch im Vereinigten Königreich (UK) eine klare Richtung, was gleichzeitig den Euro (EUR) und das Britische Pfund (GBP) stützt.
In der Eurozone stieg der vorläufige HCOB Einkaufsmanager-Index (EMI) für das verarbeitende Gewerbe im August auf 52,8 von zuvor 51,9, während die Markterwartungen auf eine leichte Verlangsamung auf 51,8 hindeuteten. Die Aktivität im Dienstleistungssektor blieb unverändert bei 51,7 und lag damit leicht über den Erwartungen von 51,5. Der zusammengesetzte EMI verbesserte sich auf 52,1 und übertraf damit die Prognose von 51,7 sowie den vorherigen Wert von 52.
Die deutschen Daten zeichneten jedoch ein gemischteres Bild. Der EMI für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland sprang im August auf 54,1 und damit auf den höchsten Stand seit 51 Monaten, nach zuvor 52,2 und deutlich über den erwarteten 52. Im Gegensatz dazu fiel der EMI für den Dienstleistungssektor von 49,8 auf 48,5, während Ökonomen einen Rückkehr in den Expansionsbereich auf 50,1 erwartet hatten. Der zusammengesetzte EMI für Deutschland gab folglich auf 51 von 51,3 nach und verfehlte damit die Erwartungen von 51,3.
Auch auf britischer Seite zeigen die vorläufigen Umfragen von S&P Global eine stärker als erwartete Geschäftstätigkeit. Der britische zusammengesetzte EMI stieg im August auf 52,5 von zuvor 52,2 und übertraf damit die Erwartungen von 51,6. Die Verbesserung wird vor allem vom Dienstleistungssektor getragen, wobei der EMI für den Dienstleistungssektor auf 52,8 von 52,1 beschleunigte und den Konsens von 51,8 deutlich übertraf. Der EMI für das verarbeitende Gewerbe verlangsamte sich jedoch auf 51,5 von 51,9 und entsprach damit den Erwartungen.
Diese ermutigenden Aktivitätsdaten helfen dem Britischen Pfund, sich trotz schwächerer Konsumdaten robust zu halten. Das Office for National Statistics (ONS) berichtete zuvor, dass die Einzelhandelsumsätze im Juli um 0,5% MoM zurückgingen, was den Erwartungen entsprach, nachdem der Anstieg im Juni nach unten revidiert auf 0,7% gefallen war. Auf Jahresbasis stiegen die Umsätze um 1,6% und lagen damit unter den erwarteten 2,2% sowie unter dem zuvor revidierten Wert von 3,8%
Die begrenzte Reaktion bei EUR/GBP spiegelt daher unterstützende makroökonomische Signale für beide Währungen wider. Die unerwartete Beschleunigung der Produktionsaktivität im Euroraum stützt den Euro, während die robuste Aktivität im britischen Dienstleistungssektor die schwächeren Konsumdaten ausgleicht und dazu beiträgt, das Britische Pfund relativ stabil zu halten.
Auf dem Ein-Stunden-Chart notiert EUR/GBP bei 0,8569 und hält eine leicht bullische kurzfristige Tendenz, da es über den wichtigen zugrunde liegenden Unterstützungen bleibt. Das Paar handelt über dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 0,8562 und dem 200-Perioden-SMA bei 0,8553, während eine aufwärts gerichtete Trendlinie bei rund 0,8554 die konstruktive Struktur untermauert. Der Relative Strength Index (RSI) bei 48 weist auf ein neutrales Momentum hin und deutet darauf hin, dass das Währungspaar seine Gewinne derzeit konsolidiert, anstatt eine Richtungsbewegung auszuweiten.
Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand an der horizontalen Barriere nahe 0,8575, gefolgt von einer wichtigeren Begrenzung um 0,8585, wo die jüngsten Anstiege ins Stocken geraten sind. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung nahe dem 100-Perioden-SMA bei 0,8562, knapp über dem horizontalen Boden bei 0,8560, während die steigende Trendlinie um 0,8554 und der 200-Perioden-SMA bei 0,8553 eine tiefere Unterstützungszone bilden, die nachgeben müsste, um den aktuellen positiven Ton zu untergraben.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)