NZD/USD steigt am Mittwoch deutlich und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 0,5930, was einem Plus von 0,96% im Tagesverlauf entspricht. Der neuseeländische Dollar (NZD) profitiert vor allem von der breiten Schwäche des US-Dollars (USD), da der starke Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen die Attraktivität des Greenback mindert.
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen fällt auf 4,651%, nachdem sie im Tagesverlauf zuvor 4,712% erreicht hatte. Die Bewegung folgt auf eine überraschende Ankündigung des Finanzministeriums der Vereinigten Staaten (US), das plant, den Umfang einiger Rückkaufoperationen zur Unterstützung der Liquidität in länger laufenden Wertpapieren zu verdoppeln.
Das US-Finanzministerium erklärt, dass der Umfang der Rückkäufe nominaler Kuponanleihen in den Laufzeitsegmenten von 10 bis 20 Jahren und von 20 bis 30 Jahren zwischen dem 9. September und dem 4. November von 2 Milliarden Dollar auf mindestens 4 Milliarden Dollar pro Operation steigen wird. Die Entscheidung kommt, nachdem die langfristigen Finanzierungskosten zuletzt angesichts von Sorgen über Haushaltsdefizite, Inflation und das Angebot an Staatsanleihen gestiegen sind.
Sinkende US-Renditen belasten den Greenback direkt, da sie den Renditevorteil von auf Dollar lautenden Vermögenswerten verringern. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, fällt am Mittwoch um 0,81% und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 98,85, dem niedrigsten Stand seit dem 29. Mai.
Im Hinblick auf die Geldpolitik warten Anleger nun auf das Protokoll der jüngsten Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC), das am Mittwoch um 18:00 GMT veröffentlicht werden soll. Die Märkte werden nach Hinweisen darauf suchen, inwieweit die Beamten der Federal Reserve (Fed) nach wie vor eine weitere Zinserhöhung in Betracht ziehen, nachdem Fed-Vorsitzender Kevin Warsh auf seiner jüngsten Pressekonferenz keine klare Orientierung zum künftigen geldpolitischen Kurs gegeben hatte.
Jüngste US-Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten haben die Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung gedämpft. Allerdings bleiben die Inflationsrisiken aufgrund energiebezogener Sorgen im Zusammenhang mit der Pattsituation zwischen den USA und dem Iran über die Straße von Hormus nach oben gerichtet, sodass die Möglichkeit einer weiteren geldpolitischen Straffung später in diesem Jahr offen bleibt.
Auf neuseeländischer Seite bietet die hawkische Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) dem Kiwi zusätzliche Unterstützung. Die Zentralbank betont die Notwendigkeit, einen Teil ihrer geldpolitischen Unterstützung zurückzunehmen, was dem Kiwi zugutekommt und den Anstieg von NZD/USD verstärkt, da die US-Renditen und der Dollar gleichzeitig nachgeben.
Anleger beobachten außerdem die US-Auktion 20-jähriger US-Staatsanleihen am Mittwoch. Eine starke Nachfrage könnte den Rückgang der Renditen verstärken und den Druck auf den US-Dollar aufrechterhalten, während die Fed-Protokolle den nächsten wichtigen Impuls für NZD/USD liefern dürften.
Im Stundenchart notiert NZD/USD bei 0,5933 und behält damit kurzfristig einen bullishen Ton bei, da das Paar über dem 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA) bei 0,5886 und dem 200-Stunden-SMA bei 0,5880 bleibt. Das Paar baut seine Gewinne über dem Intraday-Tief bei 0,5926 aus, obwohl der Relative Strength Index (RSI) um 78 auf überkaufte Bedingungen hindeutet, die den Anstieg bremsen könnten, wenn sich der Preis nahegelegenen Widerstandsniveaus nähert.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung bei 0,5926, gefolgt von der horizontalen Marke bei 0,5900, wobei die gebündelten 100-Stunden- und 200-Stunden-SMAs nahe 0,5886–0,5880 einen breiteren Nachfragebereich vor 0,5860 untermauern. Auf der Oberseite befindet sich der erste Widerstand bei 0,5950, wo eine Pause oder ein korrigierender Pullback wahrscheinlich wäre, falls die Käufer im überkauften Umfeld zögern.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)