AUD/USD hält sich am Mittwoch nahe einem Zweieinhalb-Monats-Hoch fest, gestützt durch die breite Schwäche des US-Dollars (USD), während technische Indikatoren auf weiteres Aufwärtspotenzial hindeuten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar bei etwa 0,7118, was einem Plus von 0,43 % im Tagesverlauf entspricht, nachdem es ein Intraday-Hoch von 0,7129 erreicht hatte.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, notiert nahe 98,90, liegt im Tagesverlauf 0,75 % im Minus und erreicht den niedrigsten Stand seit dem 29. Mai.
Strategen bei Rabobank "sehen weiterhin Spielraum für einen flachen Aufwärtstrend bei AUD/USD bis ins nächste Jahr hinein," wobei der Anstieg voraussichtlich "durch das Risiko einer Zinserhöhung der RBA im November unterstützt" und durch die Einschätzung der Rabobank untermauert wird, dass "die Fed in diesem Jahr eine Straffung der Geldpolitik vermeiden wird."
Der am Donnerstag anstehende australische Arbeitsmarktbericht könnte dem Paar neue Impulse geben. Es wird erwartet, dass die Wirtschaft im Juli 15.000 Stellen schafft, nach einem Zuwachs von 76,3 Tsd. im Juni, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich unverändert bei 4,4 % bleiben wird.

AUD/USD behält kurzfristig eine bullische Tendenz bei, da der Spot über dem 21-, 50-, 100- und 200-Tage-Simple Moving Averages (SMAs) liegt, die sich ungefähr zwischen 0,6946 und 0,7065 bündeln.
Der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tages-Chart liegt nahe 65 und signalisiert ein solides, aber nicht extremes Aufwärtsmomentum, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator leicht positiv bleibt und darauf hindeutet, dass die Käufer den kurzfristigen Ton weiterhin bestimmen, während sich das Paar dem Widerstand von oben nähert.
Auf der Oberseite bildet der Bereich von 0,7150-0,7200 eine starke Widerstandszone. Ein klarer Durchbruch über diesen Bereich könnte den Weg für einen erneuten Test des Jahreshochs nahe 0,7270 ebnen.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim jüngsten Schlusskurs um 0,7118, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 0,7065 und dem 21-Tage-SMA bei 0,7036, bevor tiefergehende Nachfrage um den 50-Tage-SMA bei 0,6996 und den längerfristigen 200-Tage-SMA bei 0,6946 erwartet wird.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.