West Texas Intermediate (WTI), Futures an der NYMEX, notieren während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch 0,55% höher bei rund 84,80 USD. Der Ölpreis bleibt fest, da die Befürchtungen über anhaltende Unterbrechungen der Energieversorgung angesichts der Pattsituation zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran hinsichtlich der Wiedereröffnung der Straße von Hormus, einer wichtigen Passage für fast ein Fünftel der Energieversorgung, bestehen bleiben.
Am Dienstag bestätigte US-Präsident Donald Trump über einen Beitrag auf Truth Social, dass Washington weder Gespräche mit dem Iran über die Wiedereröffnung von Hormus führt noch entsprechende Gespräche geplant sind.
"Es finden keine Gespräche oder Unterredungen mit der Islamischen Republik Iran statt, und es sind auch keine geplant. Die Seeblockade bleibt in vollem Umfang in Kraft. Die Straße von Hormus ist offen und in Betrieb. Alle Seeminen wurden entfernt oder gesprengt," schrieb US-Präsident Trump.
Laut Daten von Kpler passierten am Dienstag sechs Frachtschiffe die Meerenge, nach neun am Vortag und unter dem 10-Tage-Tagesdurchschnitt von 11, berichtete Reuters. Dies bleibt ein massiver Rückgang gegenüber dem Vorkriegsniveau von täglich 130 bis 140 Schiffen.

Das US-Öl WTI notiert bei 84,61 USD und behält einen bullischen kurzfristigen Bias bei, da es über dem 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 81,22 USD bleibt.
Die Kursbewegung setzt sich weiter von dieser dynamischen Unterstützung ab, während der Relative Strength Index (RSI) bei 56,95 im positiven Bereich bleibt und eher auf anhaltenden Aufwärtsdruck als auf überkaufte Bedingungen hindeutet.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung im Bereich von 84,61 USD als kurzfristiger Pivot, gefolgt vom 20-Tage-EMA bei 81,22 USD, was die zugrunde liegende bullische Struktur untermauert. Nach oben muss der Ölpreis einen entscheidenden Durchbruch über 85 USD schaffen, um die Rally in Richtung 90,00 USD auszudehnen, wobei das Zwei-Wochen-Hoch bei 92,25 USD die nächste Hürde darstellt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.