Der mexikanische Peso schwächt sich am Montag gegenüber dem US-Dollar ab, wobei USD/MXN die Marke von 17,00 zurückerobert, obwohl die jüngsten US-Inflations- und Einzelhandelsumsatzdaten die Anleger enttäuschten. USD/MXN notiert bei 17,03, nachdem es ein Wochentief von 16,99 erreicht hatte.
Die US-Daten der vergangenen Woche fielen schwächer als erwartet aus, was Anleger dazu veranlasste, ihre hawkischen Wetten darauf zu reduzieren, dass die Fed auf der Sitzung im September die Zinsen anheben könnte. Der Verbraucherpreisindex (VPI) für Juli stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,4% und damit weniger als die 3,5% im Juli, während sich der Erzeugerpreisindex (EPI) im selben Zeitraum von 5,5% auf 4,7% verlangsamte.
Beide Berichte zeigten Fortschritte im Disinflationsprozess, während der Einzelhandelsumsatzbericht vom Freitag zeigte, dass sich die Konsumausgaben abschwächen, wobei die Umsätze von 0,2% auf -0,6% fielen.
Die Daten ließen den US-Dollar-Index (DXY) nahe Zweimonatstiefs handeln, bevor er einen Teil der Verluste wieder aufholte. Der DXY, der die Entwicklung des Greenback gegenüber sechs Währungen misst, liegt 0,05% niedriger bei 99,59.
Die Unsicherheit über den Krieg im Nahen Osten könnte die mexikanische Währung belastet haben. US-Präsident Donald Trump sagte, dass er es nicht eilig habe, den Krieg mit dem Iran zu beenden, fügte jedoch hinzu, dass man keine Verlängerung der im Memorandum of Understanding (MoU) vereinbarten 60-tägigen Waffenruhe anstreben werde, die am 17. August endet.
Jenseits der Südgrenze fehlten in der vergangenen Woche mexikanische Konjunkturdaten, doch am 20. August wird die Bank von Mexiko – auch bekannt als Banxico – voraussichtlich ihre jüngsten Sitzungsprotokolle veröffentlichen, die die Haltung der Ratsmitglieder zur Wirtschaft und Geldpolitik zeigen dürften.
Am Freitag, dem 21. August, geht es mit den Daten weiter, wobei Händler auf die mexikanischen Einzelhandelsumsätze für Juni warten, die aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft voraussichtlich von 1,6% auf 3,1% gegenüber dem Vorjahr ansteigen werden.
Im Tages-Chart notiert USD/MXN bei 17,0331. Das Paar behält kurzfristig einen bärischen Bias bei, da der Spot deutlich unter den gebündelten einfachen gleitenden Durchschnitten um 17,37 und unter beiden abwärts gerichteten Trendlinien-Widerständen bleibt, was darauf hindeutet, dass Erholungen innerhalb einer breiteren Abwärtsstruktur begrenzt bleiben. Der Relative Strength Index (14) liegt knapp unter der 30er-Linie, was auf überverkaufte Bedingungen hindeutet, aber noch keine entscheidende Erholung des Momentums zeigt.
Auf der Oberseite wird der erste Widerstand durch den Bereich der drei einfachen gleitenden Durchschnitte nahe 17,37 definiert, wobei die beiden abwärts gerichteten Widerstandstrendlinien darüber hinaus eine breitere Angebotszone verstärken. Solange der Kurs unter diesen Begrenzungen bleibt, führt der Weg des geringsten Widerstands weiter nach unten, und jede Erholung in Richtung 17,37 dürfte als Korrektur innerhalb der vorherrschenden bärischen Phase angesehen werden.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.