USD/JPY legt um rund 0,41% zu und durchbricht den 200-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 158,06, da der Greenback nach zwei Tagen der Intervention an den FX-Märkten durch die US- und japanischen Behörden etwas Boden gutmacht. Bei Redaktionsschluss handelt das Paar bei 158,39, nachdem es ein Tagestief (LOD) von 157,56 erreicht hatte.
Der übergeordnete Trend bleibt abwärts gerichtet, trotz der anhaltenden Erholung, die die USD/JPY-Spotpreise über den 200-Tage-SMA getrieben hat. Der Relative Strength Index (RSI) bleibt bärisch, obwohl der Index das überverkaufte Terrain nahe 20 verlassen hat.
Damit bleibt der Weg des geringsten Widerstands zwar zugunsten weiterer Yen-Stärke, doch ein täglicher Schlusskurs über dem 200-Tage-SMA öffnet die Tür für einen Anstieg auf höhere Kurse. In diesem Szenario liegt der nächste Widerstand bei der Marke von 159,00, vor einem Test des 100-Tage-SMA auf dem psychologischen Niveau von 160,00. Sollte diese Marke überwunden werden, rückt der 50-Tage-SMA bei 161,21 in den Fokus.
Andererseits, falls USD/JPY die Sitzung am Donnerstag unter dem 200-Tage-SMA beendet, öffnet dies die Tür für eine weitere Abwärtsbewegung. Die nächste Unterstützung wäre das Tagestief vom 4. August bei 157,18, bevor es weiter auf das Swing-Tief vom 3. August bei 155,23 gehen könnte. Unterhalb dieses Bereichs liegt die Marke von 155,00, gefolgt vom Zyklustief vom 23. Februar bei 153,99.

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.