Der Kiwi-Dollar setzt seine dreitägige Rallye fort, steigt über 0,5850 und ist angesichts der verbesserten Risikobereitschaft und der breiten Schwäche des US-Dollars darauf vorbereitet, 0,5900 herauszufordern. Der Durchbruch über den 200-Tage Simple Moving Average (SMA) stützt den bullischen Trend, da Händler das monatliche Hoch vom Mai bei 0,5995 im Blick haben.
Der Tages-Chart zeigt, dass die Marktstruktur konstruktiver wird, was auf weiteres Aufwärtspotenzial beim Währungspaar NZD/USD hindeutet. Nachdem das Paar den Zusammenfluss der 100- und 200-Tage Simple Moving Averages (SMAs) bei rund 0,5821/23 überwunden hat, ist es nun bereit, die Marke von 0,5900 zu überspringen.
Das Momentum hat sich eindeutig bullish verschoben. Der Relative Strength Index (RSI) ist bullish und steuert auf überkaufte Bereiche zu. Es sollte daran erinnert werden, dass der Wert von 80 präziser ist und extreme überdehnte Aufwärtstrends abgrenzt.
Wenn NZD/USD 0,5900 überwindet, ist das nächste Ziel das Hoch vom 29. Mai bei 0,5995. Darüber liegt 0,6000, gefolgt vom Tageshoch vom 12. Februar bei 0,6077, bevor das Jahreshoch bei 0,6094 getestet wird.
Nach unten hin liegt die erste Unterstützung bei der psychologischen Marke von 0,5850. Darunter befindet sich der Zusammenfluss der 100- und 200-Tage-SMAs bei rund 0,5821/23, vor 0,5800. Darunter liegt der 50-Tage-SMA bei 0,5790.

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.