Der mexikanische Peso gibt am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar nach, da sich die Risikobereitschaft angesichts der Eskalation des Golfkriegs eintrübt, während Händler auf die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve warten. USD/MXN notiert bei 17,51 und legt um 0,47% zu.
Die Stimmung verschlechterte sich, nachdem Iran Angriffe auf US-Vermögenswerte innerhalb der Golfstaaten gestartet hatte. Das Weiße Haus reagierte, nachdem US-Präsident Donald Trump sagte, die Gespräche mit Iran würden fortgesetzt, fügte jedoch hinzu: „wir werden Iran hart treffen.“ Das Umfeld trieb die Ölpreise nach oben, wobei West Texas Intermediate, die US-Benchmark für Rohöl, um fast 7% auf 84,62 USD stieg.
Ein dünner Wirtschaftskalender richtet den Fokus der Händler voll auf die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve. Es wird erwartet, dass die Fed die Zinsen angesichts schwächerer Inflationsdaten für Juni und eines robusten Arbeitsmarkts unverändert lässt. Allerdings liegen die Rohölpreise fast 20% über dem Schlusskurs vom Juni, was es schwieriger macht, zwei positive Inflationswerte in Folge zu erreichen.
Analysten bei Wells Fargo spekulieren, dass Fed-Vorsitzender Kevin Warsh den Vorstand dazu bewegen könnte, Zinserhöhungen zu verschieben, während sie die eingehenden Daten bewerten. In der Pressekonferenz könnte er den Boden für eine mögliche Zinserhöhung auf der September-Sitzung bereiten.
Die Geldmärkte hatten die Wahrscheinlichkeit für ein Festhalten bei 59% eingepreist. Allerdings steigen die Chancen für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bp) laut Daten von Prime Terminal auf 41%.
Nach der Entscheidung der Fed wird der US-Kalender aktiv sein und die Veröffentlichung der endgültigen Daten zum Bruttoinlandsprodukt des zweiten Quartals sowie des von der Fed bevorzugten Inflationsindikators, des Kernindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE), umfassen.
Auf der anderen Seite der Grenze war der mexikanische Kalender leer und dünn besetzt, obwohl die Verhandlungen über das USMCA der von der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum geführten Regierung keine Klarheit verschaffen konnten.
Trump kommentierte, dass ihn die Vereinbarung nicht kümmere, und fügte hinzu: "Ich wäre lieber unabhängig. Die Sache ist die: Mexiko und Kanada brauchen uns. Wir brauchen sie nicht. Das Abkommen ist für sie wichtig. Für uns ist es nicht wichtig."
Unterdessen ist Fitch Ratings der Ansicht, dass Mexiko sein Investment-Grade-Rating weiterhin beibehält, so die Direktorin für souveräne Analysen für Lateinamerika, Shelly Shetty. Fitch bewertet Mexiko auf der niedrigsten Stufe des Investment-Grade mit "BBB/stabiler Ausblick."
Er warnte jedoch, dass Faktoren, die die Perspektive verändern könnten, Mexikos Schuldenlast seien oder das Eintreten einer Wirtschaftskrise oder einer schweren Rezession.
Im Tages-Chart notiert USD/MXN bei 17,5105 und behält damit einen konstruktiven kurzfristigen Ton bei, da der Spot über den gebündelten Unterstützungen handelt, die durch den Simple Moving Average (SMA) um 17,416 und die kürzlich gebrochenen abwärts gerichteten Trendlinien gebildet wurden, deren Bruchniveaus nun bei 17,45 und 15,80 liegen. Das Paar wird weiterhin durch diese zurückeroberte Struktur gestützt, während der 14-Tage Relative Strength Index nahe 53 leicht über seiner Mittellinie bleibt und damit auf ein moderates bullishes Momentum statt auf Erschöpfung hindeutet.
Auf der Abwärtsseite liegt die erste Unterstützung bei der ehemaligen Abwärtsbarriere, die nun zum Boden bei etwa 17,45 geworden ist, gefolgt von der SMA-Zone nahe 17,42, während sich eine tiefere mittelfristige Stütze am älteren Trendbruch bei 15,80 abzeichnet. Solange USD/MXN diese Unterstützungen verteidigt, dürften Rücksetzer als Korrekturen innerhalb eines sich verbessernden Bias betrachtet werden, wobei die Käufer trotz des Fehlens klar definierter nahegelegener Widerstandsniveaus die Kontrolle über die Tagesstruktur behalten.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der mexikanische Peso ist die am häufigsten gehandelte Währung in Lateinamerika. Sein Wert wird durch Faktoren wie die Wirtschaftslage Mexikos, die Ölpreise und die Zinspolitik der mexikanischen Zentralbank beeinflusst.
Das Hauptziel der mexikanischen Zentralbank Banxico ist es, die Inflation bei rund 3 % zu stabilisieren. Zu diesem Zweck passt sie den Leitzins an. Hohe Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Mexikanischen Peso (MXN) aus, da sie höhere Renditen bieten und ausländische Investitionen anziehen. Niedrigere Zinsen hingegen schwächen den Peso.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen sind essenziell, um den Zustand der mexikanischen Wirtschaft zu bewerten und haben direkten Einfluss auf den Wert des mexikanischen Pesos (MXN). Ein robustes Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und hohes Vertrauen stärken den Peso und machen das Land für ausländische Investoren attraktiv. Zudem könnte die mexikanische Zentralbank Banxico in einem solchen Umfeld die Zinsen anheben, insbesondere wenn die starke Konjunktur von steigender Inflation begleitet wird. Schwächelt jedoch die Wirtschaft, gerät der MXN unter Druck und tendiert zur Abwertung.
Der mexikanische Peso (MXN) zeigt als Schwellenländer-Währung besonders in risikofreudigen Marktphasen Stärke, wenn Investoren das allgemeine Marktrisiko als gering einstufen und vermehrt in risikoreichere Anlagen investieren. In Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktvolatilität tendiert der Peso hingegen zur Schwäche, da Anleger sich von risikobehafteten Vermögenswerten abwenden und stattdessen in stabilere „sichere Häfen“ flüchten.