Martin Kocher, der Gouverneur der Österreichischen Nationalbank und Mitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte in einem Interview mit Bloomberg, dass Europas Wirtschaft mehr Momentum zeigt.
Beim Jackson-Hole-Symposium sagte er, dass sich die Wirtschaft widerstandsfähiger als erwartet gezeigt habe und dass die Risiken in Richtung Preisstabilität tendierten.
Wichtig ist, wie langlebig sich die Inflation erweist.
Es gibt Risiken für die Preisstabilität.
Es herrschen Wachsamkeit und keine Selbstzufriedenheit.
Die Wirtschaft war widerstandsfähiger als erwartet.
Die europäische Wirtschaft zeigt jetzt mehr Momentum.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.60% | 0.46% | 0.46% | 0.37% | 0.50% | 0.69% | 0.64% | |
| EUR | -0.60% | -0.13% | -0.11% | -0.27% | -0.10% | 0.11% | 0.04% | |
| GBP | -0.46% | 0.13% | 0.00% | -0.14% | 0.04% | 0.24% | 0.18% | |
| JPY | -0.46% | 0.11% | 0.00% | -0.10% | 0.03% | 0.22% | 0.17% | |
| CAD | -0.37% | 0.27% | 0.14% | 0.10% | 0.13% | 0.32% | 0.27% | |
| AUD | -0.50% | 0.10% | -0.04% | -0.03% | -0.13% | 0.20% | 0.16% | |
| NZD | -0.69% | -0.11% | -0.24% | -0.22% | -0.32% | -0.20% | -0.05% | |
| CHF | -0.64% | -0.04% | -0.18% | -0.17% | -0.27% | -0.16% | 0.05% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.