AUD/USD gibt am Freitag um 0,30% nach und notiert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 0,7170, nachdem es im Tagesverlauf zuvor bei 0,7206 den höchsten Stand seit Mitte Mai erreicht hatte. Der Australische Dollar (AUD) verliert gegenüber dem US-Dollar (USD) an Boden, der nach hawkischen Äußerungen des Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, erneut gefragt ist.
Warsh betont, dass Preisstabilität weiterhin der vorrangige Fokus der US-Notenbank bleiben müsse. Er sagt, die politischen Entscheidungsträger müssten zuversichtlich sein, dass sich die zugrunde liegende Inflation in Richtung des Fed-Ziels bewegt, und warnt, dass sie noch "Arbeit vor sich haben", falls sich dieser Trend nicht materialisiert.
Zur Inflation räumt der Fed-Vorsitzende ein, dass die im Sommer veröffentlichten Daten besser als erwartet ausgefallen seien, sagt jedoch, sie reichten nicht aus, um eine bedeutende Veränderung der zugrunde liegenden Preisdynamik zu belegen. Er bekräftigt zudem, dass das 2%-Inflationsziel der Fed für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) weiterhin "fest und unverrückbar" sei.
Der hawkische Ton von Warsh löst eine deutliche Neubewertung der geldpolitischen Erwartungen aus. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 60% für eine Zinserhöhung auf der September-Sitzung der Fed ein, nach etwa 36% vor Warshs Rede. Diese Verschiebung stützt den US-Dollar und setzt AUD/USD unter Abwärtsdruck.
Auf australischer Seite erhält der Australische Dollar weiterhin etwas Unterstützung durch den geldpolitischen Ausblick der Reserve Bank of Australia (RBA). In ihrem am Donnerstag veröffentlichten Bulletin stellt die Zentralbank fest, dass die Verbraucherpreise im Großteil der Zeit nach der Pandemie über ihrem 2%-3%-Ziel erhöht geblieben seien, was die Erwartungen an eine vierte Zinserhöhung vor Jahresende schüre.
Diese Erwartungen werden auch durch die jüngsten australischen Inflationsdaten gestützt. Der Verbraucherpreisindex (VPI) ging im Juli auf 3,5% im Jahresvergleich zurück, nach 3,8% im Juni, blieb damit jedoch über den von den Märkten erwarteten 3,2%. Unterdessen verharrte der Trimmed Mean VPI bei 3,6% im Jahresvergleich, verglichen mit Erwartungen eines Rückgangs auf 3,5%.
Da sowohl die Fed als auch die RBA mit anhaltendem Inflationsdruck konfrontiert sind, bleibt AUD/USD zwischen konkurrierenden geldpolitischen Kräften gefangen. Vorerst dominiert die starke Neubewertung der US-Zinserwartungen, wodurch der US-Dollar am Freitag wieder die Oberhand gewinnt und AUD/USD dazu veranlasst, von seinem höchsten Stand seit Mitte Mai zurückzusetzen.
Im Vier-Stunden-Chart notiert AUD/USD bei 0,7166 und hält eine moderate bullische Tendenz, da es weiterhin über den einfachen 100-Perioden- und 200-Perioden-Durchschnittslinien (SMAs) bei 0,7108 bzw. 0,7053 sowie über der steigenden Trendlinienunterstützung um 0,7117 liegt. Der Relative Strength Index (RSI) hat sich auf etwa 46 abgekühlt, was darauf hindeutet, dass sich das Momentum aus dem überkauften Bereich normalisiert hat, aber weiterhin eine Konsolidierung oberhalb dieser strukturellen Unterstützungen zulässt, während das Paar die Widerstände darüber testet.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung am horizontalen Niveau nahe 0,7135, gefolgt vom Trendlinienbereich um 0,7117 und dem 100-Perioden-SMA bei 0,7108, wobei der 200-Perioden-SMA bei 0,7053 die breitere bullische Struktur untermauert. Auf der Oberseite befindet sich der unmittelbare Widerstand am jüngsten horizontalen Deckel nahe 0,7206, und ein klarer Ausbruch über diese Obergrenze wäre erforderlich, um einen dynamischeren Anstieg des Paares wieder zu eröffnen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)