Das EUR/JPY-Paar notiert während der frühen europäischen Handelsstunden am Dienstag im positiven Bereich um 184,90. Der japanische Yen (JPY) gibt gegenüber dem Euro (EUR) leicht nach, nachdem Berichte bekannt wurden, dass japanische Beamte keine unmittelbaren Pläne zur Änderung der Vermögensallokationen ihrer staatlichen Pensionsfonds haben, was die Erwartungen an eine kurzfristige Unterstützung für inländische Vermögenswerte dämpft.
Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am Dienstag, dass die Regierung eine Anpassung der Pensionsvermögensallokation in Erwägung ziehen könnte, falls sich das Umfeld ändert. Händler bleiben wachsam gegenüber möglichen Interventionen der japanischen Behörden.
Im Tages-Chart hält sich EUR/JPY oberhalb des 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und der 20-Perioden-Mittellinie der Bollinger-Bänder, die zusammen eine moderate bullische Tendenz stützen. Der Kurs liegt zudem deutlich über dem unteren Bollinger-Band, während das obere Band bei 185,89 die unmittelbare Oberseite begrenzt. Der Relative Strength Index (RSI) bei 49,62 befindet sich nahe dem neutralen Bereich, was auf einen konsolidierenden Ton mit leichter Aufwärtsneigung statt starkem Richtungsmomentum hindeutet.
Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand am oberen Bollinger-Band um 185,90, wo ein klarer Ausbruch den Weg zum Hoch vom 17. Juni bei 186,32 freimachen würde, mit Kursziel das Hoch vom 29. April bei 187,42.
Auf der Unterseite wird nahe Unterstützung am 100-Tage-SMA bei 184,85 gesehen, gefolgt von der mittleren Bollinger-Linie bei 184,75, während das untere Band bei 183,65 als weiter entfernte strukturelle Untergrenze fungiert, falls der Korrekturdruck zunimmt.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.