TradingKey – Japanische und südkoreanische Aktienmärkte verzeichnen eine dramatische „V-förmige Erholung“: KOSPI und Nikkei 225 schließen etwas höher, während Samsung, SK Hynix, SoftBank und Kioxia jeweils rund 3 % zulegten.
Während des asiatischen Handels am 14. Juli erlebten die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte ein extrem nervenaufreibendes „Bereinigen von Long- und Short-Positionen“ sowie eine „Bodenbildung und Erholung nach dem Schock“. Beide Märkte eröffneten im morgendlichen Handel schwächer und rutschten im Tagesverlauf im Schatten der Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie der nächtlichen Verluste an den US-Börsen weiter ab. Unterstützt durch einen starken Zufluss von Käufen im überverkauften Bereich und Schnäppchenjagd-Kapital starteten sie jedoch später eine robuste Erholung und schlossen im Plus.
Der KOSPI-Index brach gegen Mittag zeitweise unkontrolliert um über 5 % ein und markierte mit einem Tagestief von 6.448,86 Punkten den niedrigsten Stand seit dem 27. April. Letztlich schloss er jedoch mit einem Plus von 0,73 % bei 6.856,84 Punkten und machte damit einen Teil der gestrigen Verluste wett. Samsung Electronics schloss mit einem Plus von 3,34 % bei 263.000 Won, und SK Hynix stieg um 3,69 % auf 1.913.000 Won.
KOSPI-Index-Chart, Quelle: TradingView
Auch der Nikkei 225 Index eröffnete heute schwächer und rutschte im Tagesverlauf zeitweise um fast 1.000 Punkte auf ein Einmonatstief von 66.268,60 Punkten ab, bevor eine Schnäppchenjagd im späten Handel den Index mit einem Plus von 0,74 % bei 67.743,45 Punkten schließen ließ. Kioxia legte um 2,98 % zu und schloss bei 69.100 Yen, während SoftBank um 3,3 % auf 6.574 Yen kletterte.
SoftBank-Aktienkurs-Chart, Quelle: TradingView
Die heutige „V-förmige Erholung“ an den japanischen und südkoreanischen Aktienmärkten deutet darauf hin, dass die technischen Indikatoren nach aufeinanderfolgenden starken Verlusten extrem überverkaufte Bedingungen signalisieren und kurzfristige Schnäppchenkäufe sehr aktiv sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Korrektur beendet ist. In dieser Woche stellen die Ergebnisse von ASML ( ASML), die US-Verbraucherpreisdaten und die Anhörung von Fed-Chef Warsh vor dem Kongress drei Schwergewichte dar, die nacheinander für erhebliche Bewegung sorgen dürften, sodass dem Markt in den nächsten 48 Stunden weiterhin heftige Turbulenzen bevorstehen könnten.