USD/IDR wertet nach Gewinnen am Vortag ab und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Dienstag bei rund 18.140. Die indonesische Rupiah (IDR) stabilisiert sich gegenüber dem US-Dollar (USD), gestützt durch eine Rallye der heimischen Aktien.
Die Anlegerstimmung erhielt einen deutlichen Auftrieb, nachdem S&P Global Ratings das BBB/A-2 Staatsrating Indonesiens mit stabilem Ausblick bestätigte. S&P stellte fest, dass zwar hohe Energiepreise, erhöhte globale Zinssätze und Währungsschwäche Gegenwind darstellen, diese Risiken jedoch durch starke Rohstofferlöse, strenge fiskalische Ausgabendisziplin und robuste Reformen im Ressourcenbereich effektiv gemildert werden.
Weiterhin untermauerte ein starker Fiskalbericht zur Jahresmitte die Untergrenze der Rupiah. Regierungsdaten zeigten, dass die Staatseinnahmen 46,3 % des Jahresziels erreichten, was einem deutlichen Anstieg von 21,4 % im Jahresvergleich entspricht und auf eine starke wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit hinweist.
Das Paar USD/IDR bleibt gedämpft, da der US-Dollar (USD) trotz steigender Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund eskalierender Spannungen im Nahen Osten Verluste hält. Reuters berichtete, dass das US Central Command (CENTCOM) neue Präzisionsschläge auf iranische Militärziele ankündigte und darauf hinwies, dass derzeit über 50.000 US-Soldaten im Nahen Osten stationiert sind.
Die Rohölpreise steigen aufgrund erneuter Versorgungsängste, was Befürchtungen schürt, dass die energiegetriebene Inflation die Federal Reserve (Fed) dazu zwingen wird, die Zinsen hoch zu halten. Die Markterwartungen haben sich daraufhin schnell verschoben, wobei das CME FedWatch Tool nun eine 51%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed im September anzeigt, verglichen mit nur 23 % Chance, dass die Zinsen unverändert bleiben.
Der US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Juni soll am Dienstag veröffentlicht werden. Analysten erwarten eine Divergenz zwischen einem Rückgang der Gesamtinflation um 0,1 % im Monatsvergleich und einem hartnäckigen Anstieg der Kerninflation um 0,3 %. Fed-Chef Kevin Warsh wird eine mit Spannung erwartete Anhörung vor dem Kongress abhalten, eine Sitzung, die Händler Wort für Wort auf Hinweise darauf analysieren werden, ob die Zentralbank die zunehmende hawkische Haltung des Marktes bestätigen wird.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.