Das Paar AUD/USD setzt seine seitwärts gerichtete Konsolidierungsbewegung am dritten Tag in Folge fort und notiert während der asiatischen Sitzung am Montag knapp über der psychologischen Marke von 0,7000.
Die globale Risikostimmung wird durch neue geopolitische Entwicklungen am Wochenende und die erneute Schließung der Straße von Hormus durch den Iran belastet. Dies, zusammen mit der hawkischen Ausrichtung der US-Notenbank (Fed), hilft dem sicheren Hafen US-Dollar (USD), seine moderate Erholung vom höchsten Stand seit Mai 2025, der am Freitag erreicht wurde, zu stoppen, was als Gegenwind für das Paar AUD/USD wirkt.
Das Signal der Reserve Bank of Australia (RBA), dass weitere Zinserhöhungen möglich sind, falls die Inflation anhält, begrenzt jedoch die Abwärtsrisiken für den Australischen Dollar (AUD). Aus technischer Sicht zeigt das Paar AUD/USD unterhalb des 61,8% Fibonacci-Retracements des Aufschwungs von März bis Mai eine gewisse Widerstandsfähigkeit, was Vorsicht für bärische Trader und eine Positionierung für weitere Verluste nahelegt.
Der jüngste Einbruch unter den einfachen 100-Tage-SMA und das 50,0% Fibonacci-Retracement des März-Mai-Aufschwungs stützt jedoch die Annahme einer weiteren kurzfristigen Abwertung. Zudem deuten Momentum-Oszillatoren trotz der Stabilisierung des Paares AUD/USD oberhalb einer wichtigen Fibonacci-Unterstützung auf anhaltenden Abwärtsdruck hin. Tatsächlich liegt der Relative Strength Index (RSI) nahe bei 37.
Darüber hinaus bewegt sich der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator leicht unter null mit einer negativen Linie. Dennoch ist es ratsam, auf eine Bestätigung unterhalb des 61,8% Fibonacci-Niveaus zu warten, bevor man sich auf weitere Verluste in Richtung des 78,6%-Niveaus bei etwa 0,6928 und der vorherigen Schwungbasis nahe 0,6832 positioniert.
Auf der Oberseite zeigt sich der erste Widerstand beim 50,0% Retracement bei 0,7055, gefolgt vom 100-Tage-SMA, der sich nahe 0,7085 ballt. Eine anhaltende Stärke darüber würde das 38,2% Retracement bei 0,7108 und das 23,6%-Niveau bei 0,7173 als nächste Barrieren freilegen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.