AUD/JPY gewinnt an Boden, nachdem es am Vortag leichte Verluste verzeichnete, und handelt während der asiatischen Handelszeit am Montag um 113,30. Das Währungspaar hält sich, da der Australische Dollar (AUD) nach dem jüngsten geldpolitischen Update Chinas stärker bleibt.
Am Montag entschied sich die People's Bank of China (PBOC), ihre ein- und fünfjährigen Loan Prime Rates (LPR) unverändert bei 3,00 % bzw. 3,50 % zu belassen. Da China und Australien eine enge Handelsbeziehung pflegen, bot die Stabilität der chinesischen Wirtschaft eine unterstützende Basis für den proxy-anfälligen Australischen Dollar.
Unterdessen bietet die heimische Politik weiterhin eine grundlegende Unterstützung für den AUD. Nachdem der Leitzins in diesem Monat unverändert geblieben war, betonte die Gouverneurin der Reserve Bank of Australia (RBA), Michele Bullock, dass die Inflation weiterhin zu hoch sei und warnte, dass weitere Zinserhöhungen nicht vollständig ausgeschlossen werden können. Trotz dieser hawkischen Rhetorik vermuten die Marktteilnehmer zunehmend, dass der Straffungszyklus der RBA seinen Höhepunkt erreicht hat und sehen eine weitere Zinserhöhung als unwahrscheinlich an, es sei denn, die Inflationszahlen für das zweite Quartal übertreffen die Erwartungen deutlich.
Der Aufwärtstrend des Währungspaares AUD/JPY könnte jedoch begrenzt sein, falls der japanische Yen (JPY) angesichts anhaltender Risiken von Devisenmarktinterventionen durch japanische Behörden Unterstützung findet. Dieses Sentiment wird durch jüngste hawkische Kommentare der Bank of Japan (BoJ) verstärkt.
Mit Blick auf die Zukunft richten Händler ihre Aufmerksamkeit auf die am Dienstag anstehenden japanischen Einkaufsmanager-Index (EMI)-Daten sowie auf die Veröffentlichung des Summary of Opinions der BoJ von ihrer Juni-Sitzung am Mittwoch, bei der die Geldpolitiker die Zinsen um 25 Basispunkte auf 1,00 % anhoben, um weitere Hinweise auf den wirtschaftlichen Kurs Japans zu erhalten.
Der geldpolitische Ausschuss (MPC) der People's Bank of China (PBoC) tagt regulär einmal pro Quartal. Der wichtigste Zinssatz Chinas – die sogenannte Loan Prime Rate (LPR), die als Referenz für Bankkredite dient – wird allerdings monatlich festgelegt. Erwartet die PBoC eine hohe Inflation (hawkish), hebt sie die Zinssätze an, was sich in der Regel positiv auf den Renminbi (CNY) auswirkt. Rechnet sie hingegen mit einem Rückgang der Inflation (dovish) und senkt die Zinsen oder belässt sie unverändert, belastet das meist den CNY. Dennoch unterliegt die chinesische Währung keinem freien Wechselkurs – ihr Wert gegenüber dem US-Dollar wird vielmehr täglich von der PBoC festgelegt.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Mo Juni 22, 2026 01:15
Häufigkeit: Unregelmäßig
Aktuell: 3%
Prognose: 3%
Vorher: 3%
Quelle: The People's Bank of China