Das Paar EUR/USD handelt am Freitag in den frühen europäischen Handelsstunden im negativen Bereich um 1,1425. Die Unsicherheit rund um das US-Iran-Friedensabkommen bietet einer sicheren Hafenwährung wie dem US-Dollar (USD) etwas Unterstützung und wirkt als Gegenwind für das Hauptpaar.
Reuters berichtete am Freitag, dass das Schweizer Außenministerium bekannt gab, dass die US-Iran-Gespräche in Bürgenstock am Freitag nicht wie geplant stattfinden werden. Der US-Vizepräsident JD Vance sagte seine Reise zu den Gesprächen mit dem Iran in der Schweiz ab.
Am Donnerstag zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim informierte Quellen, die sagten, dass die Reise der iranischen Delegation in die Schweiz noch nicht finalisiert sei. Unterdessen zitierte der libanesische Sender Al Mayadeen ebenfalls Quellen, die angaben, dass das iranische Verhandlungsteam aufgrund der anhaltenden israelischen Angriffe im Süden Libanons seine Reise in die Schweiz verschoben habe.
Im Tages-Chart setzt EUR/USD eine kurzfristige bärische Tendenz fort, da der Spotkurs unter dem mittleren Bollinger-Band der 20 Tage und deutlich unter dem 100-Tage-Simple Moving Average liegt. Das Paar drückt auf das untere Ende der Bollinger-Bänder, wobei der Kurs unter dem jüngsten unteren Band notiert, während der Relative Strength Index (RSI) bei 30,6 in den überverkauften Bereich vordringt, was darauf hindeutet, dass der Abwärtsdruck anhält, aber sich dem Ende nähern könnte.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am unteren Bollinger-Band bei 1,1450, gefolgt vom 20-Tage-Bollinger-SMA um 1,1577, wo eine Erholung den unmittelbaren Verkaufsdruck zu lindern beginnen würde. Darüber hinaus bilden der 100-Tage-SMA bei 1,1665 und das obere Bollinger-Band nahe 1,1705 eine breitere Angebotszone, die Erholungen wahrscheinlich begrenzen wird, sofern Käufer diese nicht entscheidend zurückerobern können. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützungsmarke beim Tief vom 13. März bei 1,1411 gesehen. Ein weiterer Verkaufsdruck unterhalb dieses Niveaus könnte den Weg zum Tief vom 23. April 2025 bei 1,1308 ebnen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.