Die indische Rupie (INR) eröffnet am Donnerstag unverändert gegenüber dem US-Dollar (USD) nach einem starken Mittwoch. Das Paar USD/INR hält die Gewinne des Vortages bei rund 95,72, da die Ölpreise höher bleiben und die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran weiterhin festgefahren sind.
Im Eröffnungshandel öffnet der MCX-Rohölpreis 1,2 % niedriger bei knapp 9.120, liegt aber nahe seinem 10-Tage-Hoch von 9.290, das am Mittwoch erreicht wurde.
Währungen von Volkswirtschaften wie Indien, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, tendieren dazu, sich in einem Umfeld hoher Ölpreise schlechter zu entwickeln.
US-Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch im Programm „Pod Force One“ der New York Post, dass der Iran zugestimmt habe, keine Atomwaffen zu besitzen, und fügte hinzu: „Der Ayatollah des Iran [gemeint ist Oberster Führer Mojtaba Khamenei] ist in Verhandlungen mit Washington involviert“ und er werde ihn zu einem späteren Zeitpunkt treffen. Trump warnte jedoch, dass der Iran seine Meinung ändern und seine nuklearen Ambitionen verfolgen könnte.
Auf die Frage nach dem Zeitrahmen, in dem die USA und der Iran ein Abkommen erzielen könnten, sagte Trump, ein Memorandum of Understanding (MoU) zwischen den Nationen könnte die Straße von Hormus bereits in dieser Woche wieder öffnen; es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die US-Blockade der iranischen Seehäfen bis zum Tag der Arbeit am 7. September andauert.
Früher am Tag hat das Kabinett die Abschaffung der Kapitalertragssteuer auf ausländische Portfolioinvestitionen in Staatsanleihen genehmigt, um die Bedingungen für ausländische Kapitalzuflüsse in die indische Wirtschaft zu verbessern.
Dieser Schritt wurde von der indischen Regierung mit Spannung erwartet, da der erhebliche Verkauf durch ausländische institutionelle Investoren (Foreign Institutional Investors, FIIs) am indischen Aktienmarkt einer der Hauptgründe für die starke Abwertung der indischen Rupie war.
Am Montag blieben die FIIs ebenfalls Nettoverkäufer an den indischen Aktienmärkten und verkauften Anteile im Wert von 5.616,56 Crore Rupien. Bislang waren ausländische Investoren im Juni an allen drei Handelstagen Nettoverkäufer.
Für die indische Rupie wird künftig die Geldpolitik der Reserve Bank of India (RBI) der wichtigste Auslöser sein, deren Entscheidung am Freitag bekannt gegeben wird. Es wird erwartet, dass die RBI den Repo-Satz bei 5,25 % hält und eine hawkishe geldpolitische Ausrichtung vorgibt, da höhere Energiepreise die Inflationserwartungen entankert haben.
In den USA werden die Anleger besonderes Augenmerk auf die am Freitag veröffentlichten Nonfarm Payrolls (NFP) für Mai legen. Die Auswirkungen der US-NFP-Daten werden erheblichen Einfluss auf die geldpolitische Ausrichtung der Federal Reserve (Fed) haben.

USD/INR handelt im Eröffnungshandel nahezu unverändert bei rund 95,72. Das Paar behält eine moderate bullishe Tendenz bei, da es über dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 95,47 bleibt. Die Kursbewegung konsolidiert sich nahe den jüngsten Hochs, während der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 54,8 leicht über dem neutralen Bereich liegt, was auf eine stabile, aber nicht überdehnte Aufwärtsdynamik hindeutet.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung am 20-Tage-EMA bei rund 95,47, der die zugrundeliegende Nachfragezone stärkt und durchbrochen werden müsste, um eine tiefere Korrekturphase in Richtung des Tiefs vom 2. Juni bei 95,00 einzuleiten, gefolgt vom Tief vom 7. Mai bei rund 94,00. Auf der Oberseite könnte das Paar das Allzeithoch von 97,09 zurückerobern, wenn es gelingt, das Hoch vom 28. Mai bei 96,65 zu überwinden.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.
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