Das EUR/JPY-Paar handelt am Mittwoch während der frühen europäischen Handelsstunden im negativen Bereich um 185,90. Der japanische Yen (JPY) gewinnt gegenüber dem Euro (EUR) an Stärke, da Händler auf eine Intervention der japanischen Behörden achten.
Japans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte am Mittwoch, dass die Behörden bereit seien, bei Bedarf im Bereich der Devisen zu handeln, und fügte hinzu, dass sie in mehreren Punkten mit dem Gouverneur der Bank of Japan (BoJ) übereinstimme.
Im Tages-Chart hält EUR/JPY eine konstruktive bullische Tendenz, da der Kurs über dem mittleren Bollinger-Band und deutlich über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) notiert, was darauf hindeutet, dass der breitere Aufwärtstrend intakt bleibt. Der aktuelle Relative Strength Index (RSI) bei 58,43 befindet sich im positiven Bereich, ohne überkauft zu sein, was darauf hindeutet, dass das bullische Momentum anhält, aber noch nicht erschöpft ist.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand nun am oberen Bollinger-Band nahe 186,10, mit Kurszielen in Richtung des Hochs vom 29. April bei 187,42. Auf der anderen Seite verstärkt die Mittellinie um 185,08 eine nahegelegene Nachfragezone. Die nächste wichtige Unterstützungszone befindet sich in der Nähe des 100-Tage-SMA bei 184,47 und des unteren Bollinger-Bands nahe 184,07.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.