Das Paar USD/JPY tritt am Mittwoch in eine bullishe Konsolidierungsphase ein und schwankt in einer engen Spanne knapp unter der psychologischen Marke von 160,00, einem Einmonatshoch, das während der asiatischen Sitzung erreicht wurde. Die verbale Intervention von Japans Finanzministerin Satsuki Katayama bietet dem japanischen Yen (JPY) etwas Unterstützung, was zusammen mit einer verhaltenen Kursentwicklung des US-Dollars (USD) die Spotpreise begrenzt.
Wirtschaftliche Sorgen, die aus dem Konflikt im Nahen Osten und der faktischen Schließung der Straße von Hormus resultieren, hindern die JPY-Bullen daran, aggressive Wetten zu platzieren. Im Gegensatz dazu wirkt das Ausbleiben eines Durchbruchs bei den US-iranischen Friedensverhandlungen zusammen mit der restriktiven Haltung der US-Notenbank (Fed) als Rückenwind für den sicheren Hafen US-Dollar (USD) und hilft, die Abwärtsrisiken für das USD/JPY-Paar zu begrenzen.
Aus technischer Sicht erfolgt die Bewegung dieser Woche über das 78,6%-Fibonacci-Retracement des Abwärtstrends von Ende April bis Anfang Mai hinaus zusätzlich zum jüngsten soliden Bounce vom 200-Tage-Exponential Moving Average (EMA) und spricht für die Bullen. Hinzu kommt, dass der Relative Strength Index (RSI) bei rund 61 ein festes, aber nicht überdehntes Aufwärtsmomentum signalisiert. Außerdem bleibt der Moving Average Convergence Divergence (MACD) im positiven Bereich, was darauf hindeutet, dass die Käufer trotz der Nähe zu den jüngsten Zyklus-Hochs weiterhin die Kontrolle behalten.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am späten April-Hoch nahe 160,78, wo ein klarer Ausbruch den Weg zu neuen Höchstständen öffnen würde. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung beim 78,6%-Retracement bei 159,55 gesehen, gefolgt vom 61,8%-Level bei 158,58 und dem 50%-Retracement bei 157,90. Tiefere Rücksetzer könnten das 38,2%-Level bei 157,22 und das 23,6%-Retracement bei 156,38 ansteuern, bevor eine stärkere Nachfragezone durch den 200-Tage-EMA bei 155,77 und die strukturelle Untergrenze nahe 155,03 gebildet wird.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.