Das Paar EUR/USD handelt im asiatischen Handel am Montag leicht niedriger bei fast 1,1645. Das wichtige Währungspaar steht unter geringem Verkaufsdruck, da der US-Dollar (USD) zulegt, während die Anleger auf wichtige US-Wirtschaftsdaten in dieser Woche warten, insbesondere auf die Nonfarm Payrolls (NFP) für Mai.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs Hauptwährungen misst, 0,1 % höher bei fast 99,03.
Die Anleger werden den US-NFP-Daten besondere Aufmerksamkeit schenken, um neue Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) zu erhalten. Im weiteren Tagesverlauf richten die Marktteilnehmer ihr Augenmerk auf die US-ISM-Produktionsdaten für Mai, die um 14:00 Uhr GMT veröffentlicht werden.
In der Eurozone warten die Anleger auf die vorläufigen Daten zum harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für Mai, die am Dienstag veröffentlicht werden. Die Inflationsdaten werden die Markterwartungen für den geldpolitischen Ausblick der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflussen.
Auf geopolitischer Ebene dauern die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über einen dauerhaften Friedensvertrag an, wobei Washington seine Haltung gegenüber Teheran verschärft und die Zerstörung des Uranstaubs sowie den Verzicht auf nukleare Ambitionen fordert.

EUR/USD fällt im asiatischen Handel auf rund 1,1645. Der 20-Tage-Exponentielle Gleitende Durchschnitt (EMA) bei etwa 1,1646 stellt eine wichtige Barriere für die Euro-Bullen dar. Das Paar hält sich knapp über der aufwärts geneigten Grenze der symmetrischen Dreiecksformation bei etwa 1,1599.
Der Relative-Stärke-Index (14) ist auf rund 47 gefallen, was auf nachlassendes bullishes Momentum hindeutet und die Vorstellung einer Konsolidierung mit bärischer Tendenz statt einer deutlichen Erholung verstärkt.
Auf der Oberseite ist der 20-Tage-EMA der unmittelbare Widerstand, gefolgt von der abwärts geneigten Grenze der Dreiecksformation bei etwa 1,1719. Auf der Unterseite liegt die erste Verteidigungslinie am ehemaligen Bruch der aufsteigenden Trendlinie bei 1,1599; ein nachhaltiger Rückgang unter diese Unterstützung würde einen tieferen Rücksetzer in Richtung 1,1500 eröffnen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.