USD/CHF setzt am Freitag seinen Anstieg zum vierten Mal in Folge fort und notiert zum Zeitpunkt der Abfassung bei rund 0,7850, ein Tagesplus von 0,15 %. Das Paar profitiert von der Erholung des US-Dollars (USD), gestützt durch robuste US-Wirtschaftsdaten und eine erneute Risikoaversion an den Märkten.
Die US-Einzelhandelsumsätze stiegen im April um 0,5 % MoM und entsprachen damit den Erwartungen, nach einem Anstieg von 1,6 % im März. Auf Jahresbasis legten die Umsätze um 4,9 % zu, über den Prognosen von 3,3 %, was die Widerstandsfähigkeit der US-Konsumausgaben trotz weiterhin hoher Kreditkosten unterstreicht.
Der US-Dollar profitiert zudem von Entwicklungen rund um die Federal Reserve (Fed). Der Rücktritt von Stephen Miran aus dem Board of Governors nährt Spekulationen, dass Kevin Warsh möglicherweise der nächste Fed-Vorsitzende wird. Gleichzeitig stützen anhaltende Spannungen im Nahen Osten die Erwartungen, dass die US-Zinsen länger hoch bleiben könnten, was den Greenback weiter stärkt.
Die vorsichtige Marktstimmung unterstützt üblicherweise sichere Häfen, doch der Schweizer Franken (CHF) steht unter Druck aufgrund der inländischen geldpolitischen Erwartungen. Die Produzenten- und Importpreise in der Schweiz sanken im April um 2 % im Jahresvergleich und setzen damit einen langanhaltenden deflationären Trend fort. Diese Entwicklung verringert die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Straffung durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) erheblich, die ihren Leitzins bei 0 % halten oder am Devisenmarkt intervenieren könnte, um eine übermäßige Aufwertung des Schweizer Frankens zu verhindern.
Die Schweizer Verbraucherstimmungsdaten fielen jedoch weniger negativ aus als erwartet, mit -40 gegenüber Prognosen von -46, was auf eine gewisse Widerstandsfähigkeit der heimischen Wirtschaft hindeutet. Dies könnte den Abwärtsdruck auf den Schweizer Franken begrenzen, obwohl das aktuelle Momentum den US-Dollar weiterhin unterstützt.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Schweizer Franken (CHF) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Schweizer Franken war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.21% | 0.22% | 0.05% | 0.16% | 0.76% | 0.90% | 0.12% | |
| EUR | -0.21% | -0.01% | -0.17% | -0.07% | 0.54% | 0.72% | -0.09% | |
| GBP | -0.22% | 0.00% | -0.17% | -0.05% | 0.55% | 0.71% | -0.08% | |
| JPY | -0.05% | 0.17% | 0.17% | 0.12% | 0.71% | 0.87% | 0.08% | |
| CAD | -0.16% | 0.07% | 0.05% | -0.12% | 0.58% | 0.72% | -0.04% | |
| AUD | -0.76% | -0.54% | -0.55% | -0.71% | -0.58% | 0.16% | -0.63% | |
| NZD | -0.90% | -0.72% | -0.71% | -0.87% | -0.72% | -0.16% | -0.79% | |
| CHF | -0.12% | 0.09% | 0.08% | -0.08% | 0.04% | 0.63% | 0.79% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Schweizer Franken aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als CHF (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.