Das Paar USD/JPY kehrt einen Reflexrückgang in den Bereich von 156,75–156,70 um und klettert in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung an das obere Ende seiner Tages-Spanne. Die Kassapreise notieren derzeit über der Mitte der 157,00er-Marke und steigen damit zum zweiten Tag in Folge, da Händler auf die US-Verbraucherinflationszahlen als frischen Impuls warten.
Der japanische Yen (JPY) erhält einen starken intraday Schub, nachdem US-Finanzminister Scott Bessent über einen Beitrag auf X bestätigt hatte, dass die USA und Japan gemeinsam Maßnahmen gegen übermäßige Volatilität an den Währungsmärkten ergriffen haben. Zudem hatte Japans oberster Währungsdiplomat Atsushi Mimura letzte Woche erklärt, dass Japan in täglichem Kontakt mit den US-Behörden steht und keine Beschränkungen hinsichtlich der Häufigkeit von Interventionen an den Märkten hat. Dies, zusammen mit dem hawkischen Ausblick der Bank of Japan (BoJ), stärkt den JPY und führt zu Verkäufen rund um das Paar USD/JPY.
Tatsächlich ließ das Summary of Opinions der Bank of Japan (BoJ) von der April-Sitzung die Tür für eine bevorstehende Zinserhöhung offen. Die unterstützenden Faktoren wurden jedoch durch wirtschaftliche Sorgen aufgrund der erneuten US-Iran-Spannungen ausgeglichen, was den Status des US-Dollars (USD) als Reservewährung untermauert und dem Paar USD/JPY hilft, positive Dynamik zurückzugewinnen. Der Optimismus hinsichtlich eines möglichen US-Iran-Friedensabkommens verflog schnell angesichts erheblicher Meinungsverschiedenheiten über das Nuklearprogramm Teherans und einer Pattsituation an der strategisch wichtigen Straße von Hormus.
Darüber hinaus erklärte US-Präsident Donald Trump, dass der laufende Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran „unglaublich schwach“ sei und sich auf „massiver lebenserhaltender Unterstützung“ befinde. Hinzu kommt, dass einige Berater Trumps sagen, er ziehe nun ernster als in den vergangenen Wochen eine Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen in Betracht. Dies schürt Ängste vor einer neuen Eskalation des Konflikts und stützt den USD vor dem Hintergrund hawkischer Erwartungen an die US-Notenbank (Fed). Händler könnten jedoch abwarten, bis die US-Inflationszahlen veröffentlicht werden, bevor sie neue Wetten auf das Paar USD/JPY eingehen.
Der entscheidende US-Verbraucherpreisindex (CPI) wird eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der Erwartungen an den geldpolitischen Kurs der Fed spielen, da die Wetten auf eine Zinserhöhung bis Ende dieses Jahres wieder zunehmen. Der Ausblick wird wiederum die Nachfrage nach dem USD antreiben. Abgesehen davon könnten neue Entwicklungen rund um die Nahost-Krise Volatilität an den Finanzmärkten auslösen und dem Paar USD/JPY einen bedeutenden Impuls verleihen.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Britisches Pfund.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.32% | 0.61% | 0.24% | 0.22% | 0.44% | 0.32% | 0.34% | |
| EUR | -0.32% | 0.29% | -0.06% | -0.14% | 0.10% | -0.03% | 0.02% | |
| GBP | -0.61% | -0.29% | -0.36% | -0.43% | -0.19% | -0.31% | -0.27% | |
| JPY | -0.24% | 0.06% | 0.36% | -0.07% | 0.16% | 0.04% | 0.07% | |
| CAD | -0.22% | 0.14% | 0.43% | 0.07% | 0.22% | 0.10% | 0.13% | |
| AUD | -0.44% | -0.10% | 0.19% | -0.16% | -0.22% | -0.12% | -0.09% | |
| NZD | -0.32% | 0.03% | 0.31% | -0.04% | -0.10% | 0.12% | 0.02% | |
| CHF | -0.34% | -0.02% | 0.27% | -0.07% | -0.13% | 0.09% | -0.02% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.