NZD/USD gewinnt nach moderaten Verlusten am Vortag an Boden und handelt während der asiatischen Handelszeit am Mittwoch um 0,5890. Der Aufwärtsspielraum des Paares könnte jedoch eingeschränkt sein, da die Risikoaversion vorherrscht, nachdem die Hoffnungen auf erneute US-Iran-Friedensgespräche nach der Absage des geplanten Besuchs des Sondergesandten von Präsident Donald Trump in Pakistan schwinden. Gleichzeitig bleibt der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus aufgrund der iranischen Beschränkungen und der US-Blockade iranischer Häfen eingeschränkt.
Präsident Trump äußerte Unzufriedenheit mit dem jüngsten Vorschlag Irans zur Beendigung des Konflikts und zur Wiedereröffnung der strategischen Wasserstraße, der Gespräche über das Nuklearprogramm ausschließt. Dies stützt weiterhin die erhöhten Rohölpreise, belebt Inflationssorgen und verstärkt hawkische Erwartungen an die Federal Reserve.
Der US-Dollar bleibt ebenfalls fest, da die Erwartungen an länger anhaltend höhere Zinsen der Fed steigen. Es wird allgemein erwartet, dass die Zentralbank die Zinsen bei der April-Sitzung am Mittwoch unverändert lässt und die Zielspanne für den Federal Funds Rate zum dritten Mal in Folge bei 3,50 %–3,75 % belässt.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) wird voraussichtlich vorsichtig bleiben oder eine Straffung in Erwägung ziehen, um die Inflation angesichts anhaltender Preisdrucke wieder auf den 2%-Mittelpunkt zu bringen. Die Märkte preisen eine Zinserhöhung im Mai nach einem starken Inflationsbericht für das erste Quartal ein, wobei erwartet wird, dass sich der Preisdruck im zweiten Quartal durch höhere Energiekosten weiter verstärkt. Händler warten nun auf die Rede der RBNZ-Gouverneurin Anna Breman später heute, um weitere Hinweise zur geldpolitischen Ausrichtung zu erhalten.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.