EUR/USD fällt im Vorfeld der Fed-Zinsentscheidung auf nahe 1,1700

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD verliert im frühen asiatischen Handel am Mittwoch bis auf fast 1,1715 an Boden. 
  • Es wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen auf ihrer geldpolitischen Sitzung im April am Mittwoch unverändert lässt. 
  • Die EZB wird voraussichtlich ihre Leitzinsen auf ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag unverändert lassen.

Das Paar EUR/USD handelt am Mittwoch im frühen asiatischen Handel im negativen Bereich um 1,1715. Die Unsicherheit über einen möglichen Waffenstillstand im Nahen Osten stärkt weiterhin eine sichere Hafenwährung wie den US-Dollar (USD) gegenüber dem Euro (EUR). Alle Augen richten sich später am Mittwoch auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed). 

US-Präsident Donald Trump sagte, der Iran habe die USA gebeten, die Seeblockade der Straße von Hormus aufzuheben, während die beiden Seiten über ein Ende des zweimonatigen Krieges verhandeln. Vermittler in Pakistan erwarten, dass der Iran in den nächsten Tagen einen überarbeiteten Vorschlag zur Beendigung des Krieges vorlegen wird, berichtete CNN am Dienstag unter Berufung auf Quellen, die dem Vermittlungsprozess nahe stehen. 

Dennoch bleibt die Unsicherheit im Nahen Osten hoch, da der Iran wiederholt erklärt hat, die wichtige Wasserstraße nicht öffnen zu wollen, solange die USA ihre Blockade aufrechterhalten.

Es wird allgemein erwartet, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen auf ihrer bevorstehenden geldpolitischen Sitzung im April am Mittwoch unverändert lässt und die Zielspanne für die Federal Funds bei 3,50 % bis 3,75 % belässt. Dies wäre die dritte aufeinanderfolgende Zinspause. Die Händler werden die Pressekonferenz von Jerome Powell nach der Sitzung genau beobachten, um Hinweise darauf zu erhalten, wie die Fed auf die bevorstehenden Risiken reagieren könnte.

Die Aufmerksamkeit wird sich auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag verlagern, wobei ein „hawkish hold“ erwartet wird, da die Verantwortlichen Zinserhöhungen im Juni oder Juli in Betracht ziehen. Analysten von Goldman Sachs sehen die EZB in den kommenden Monaten zwei Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte (Bp) vornehmen. Die erste im Juni, die nächste im September, um den Einlagenzins wieder auf 2,50 % anzuheben.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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