Der Nordea-Analyst Henrik Unell zeigt sich weiterhin zuversichtlich für die schwedische Krone. Entscheidend seien weniger Zinsvorteile als vielmehr Wachstumsperspektiven und Kapitalflüsse an den Aktienmärkten. Nach einem kriegsbedingten Anstieg von EUR/SEK und USD/SEK stützen eine verbesserte Marktstimmung, eine stabile Geldpolitik der Riksbank sowie Umschichtungen von US- in schwedische Anlagen durch private Haushalte die Erwartung einer Erholung der Fundamentaldaten der Krone.
„Bislang haben wir weder die grundlegende Einschätzung noch die Prognose für die schwedische Krone geändert, da sich die kriegsbedingte Entwicklung hoffentlich stabilisiert hat.“
„Nachdem sich die Anlegerstimmung nun verbessert hat, erwarten wir, dass sich auch die makroökonomischen Fundamentaldaten entsprechend erholen werden.“
„Die Riksbank wird voraussichtlich den Rest des Jahres an ihrem Kurs festhalten, sofern die geopolitische Lage nicht erneut für Überraschungen sorgt und sich die Situation weiter zuspitzt.“
„Dass Geldpolitik und Riksbank nicht präventiv eingreifen oder Alarm schlagen, obwohl die Benzinpreise gestiegen sind, dürfte sich letztlich positiv für die Haushalte auswirken.“
„Wir gehen davon aus, dass der fehlende Renditevorteil nachrangig ist, während Wachstums- und Aktienmarktdaten zeigen, dass Haushalte weiterhin US-Anlagen verkaufen und stattdessen schwedische Werte kaufen.“