GBP/JPY fällt, da schwache britische EMI-Daten auf das Pfund drücken

Quelle Fxstreet
  • Der GBP/JPY gibt nach, da schwache britische EMI-Daten das Pfund belasten.
  • Die britische Geschäftstätigkeit verlangsamt sich deutlich, der Composite EMI erreicht ein Sechsmonatstief.
  • Die Inflation in Japan lässt nach, doch die zugrunde liegenden Preisdruck bleiben fest und stützen den Yen.

Der GBP/JPY handelt am Dienstag in einer engen Spanne mit leichter Abwärtsneigung, da das britische Pfund (GBP) nach schwächer als erwarteten britischen Geschäftstätigkeitsdaten an Wert verliert. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts notiert das Währungspaar nahe 212,50 und dreht damit frühere Gewinne um, die durch die schwächeren Inflationsdaten aus Japan getrieben wurden.

Die neuesten vorläufigen Daten des britischen S&P Global Einkaufsmanagerindex (EMI) zeigten im März eine deutliche Verlangsamung der wirtschaftlichen Aktivität. Der Composite EMI fiel von 53,7 auf 51,0, verfehlte damit die Erwartungen von 52,8 und markierte ein Sechsmonatstief.

Der Dienstleistungs-EMI sank stark von 53,9 auf 51,2 und lag damit deutlich unter der Prognose von 53,0. Der verarbeitende Gewerbe-EMI ging leicht von 51,7 auf 51,4 zurück, übertraf jedoch leicht die Erwartungen von 51,1.

Zu den Daten sagte Chris Williamson, Chief Business Economist bei S&P Global Market Intelligence: „Der Krieg im Nahen Osten hat die britische Wirtschaft im März getroffen, das Wachstum zum Stillstand gebracht und die Inflation stark ansteigen lassen.“ Williamson fügte hinzu: „Die volle Auswirkung auf Inflation und Wirtschaftswachstum hängt nicht nur von der Dauer des Krieges ab, sondern auch von der Länge der Störungen auf den Energiemärkten und im Schiffsverkehr, wobei die PMI-Zahlen für März deutlich zeigen, wie sich die Abwärtsrisiken für das Wachstum und die Aufwärtsrisiken für die Inflation bereits manifestiert haben.“

Die Bank of England (BoE) beließ den Leitzins letzte Woche unverändert bei 3,75 %, wobei die Entscheidungsträger warnten, dass der Konflikt im Nahen Osten die Inflation durch steigende Energiekosten wahrscheinlich weiter nach oben treiben wird. Die jüngsten EMI-Zahlen verschärfen diese Herausforderung und deuten darauf hin, dass die BoE voraussichtlich länger an der Zinspause festhalten wird, wobei Händler nun zwei Zinserhöhungen bis zum Jahresende vollständig einpreisen – eine deutliche Abkehr von den früheren Erwartungen einer geldpolitischen Lockerung.

Auf der japanischen Seite findet der Yen trotz schwächerer Gesamtinflationsdaten etwas Unterstützung. Der nationale Verbraucherpreisindex (VPI) Japans stieg im Februar im Jahresvergleich um 1,3 % und damit weniger als zuvor mit 1,5 %, während die Kerninflation ohne frische Lebensmittel von 2,0 % auf 1,6 % zurückging und damit unter das 2 %-Ziel der Bank of Japan (BoJ) fiel.

Die Daten könnten den Normalisierungspfad der Bank of Japan (BoJ) erschweren, nachdem die Zentralbank letzte Woche den Leitzins unverändert bei 0,75 % beließ. Die Entscheidungsträger bekräftigten, dass sie die Zinsen weiter anheben werden, wenn sich Wirtschaft und Preise im Einklang mit den Prognosen entwickeln, und fügten hinzu, dass die Geldpolitik auf das Ziel ausgerichtet sein wird, die 2%-Inflationsrate stabil und nachhaltig zu erreichen.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf das Protokoll der geldpolitischen Sitzung der BoJ sowie auf die am Mittwoch anstehenden britischen Verbraucherpreisindex- (VPI) und Erzeugerpreisindex- (EPI) Daten.


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