Strategen von TD Securities zufolge hat eine restriktivere Haltung der Bank of England (BoE) dem Pfund (GBP) gegenüber dem US-Dollar (USD) nur begrenzt Auftrieb verliehen. Trotz der Abkehr von einer Lockerungsneigung und Diskussionen über mögliche Zinserhöhungen habe die Währung lediglich moderat zugelegt. Belastend wirkten vor allem die risikoaverse Marktstimmung, Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Konflikt sowie eine Verschiebung der Aufmerksamkeit von Inflation hin zu Wachstumsrisiken.
„Eine deutlich restriktivere BoE als erwartet mit dem Wegfall der Lockerungsneigung und Diskussionen über Zinserhöhungen im Zusammenhang mit Inflationsrisiken infolge des Konflikts. Das führte nur zu moderater Pfund-Stärke, nicht im Einklang mit der deutlich stärkeren Bewegung bei den Zinsen.“
„Eine relativ restriktivere Ausrichtung der Notenbanken kann die Währungen kurzfristig zwar stützen, doch die risikoaverse Stimmung an den Märkten sowie eine mögliche Verlagerung der Inflationssorgen hin zu Wachstumsrisiken, je länger der Konflikt andauert, dürften sie gegenüber dem US-Dollar gedämpft halten.“
„In unseren proprietären Modellen bewegen sich Inflation und Zinsen derzeit eng zusammen, doch wir bleiben vorsichtig, dass sich nach einem starken Preisschock bei Öl letztlich Wachstum und Zinsen wieder gemeinsam entwickeln werden.“