Japanischer Yen bleibt schwächer, während der US-Dollar vor den PCE-Inflationsdaten fester wird

Quelle Fxstreet
  • USD/JPY bleibt stabil, da die Märkte erwarten, dass die Federal Reserve die Zinsen nächste Woche unverändert lässt.
  • Japans Katayama sagte, dass die japanischen Behörden bereit sind, alle notwendigen Schritte auf den Devisenmärkten zu unternehmen, da die Ölpreise steigen.
  • Japan plant, etwa 80 Millionen Barrel aus strategischen Reserven freizugeben, was ungefähr 45 Tage Versorgung entspricht, um Störungen zu mildern.

USD/JPY setzt seine Gewinnserie für die vierte aufeinanderfolgende Sitzung fort und handelt am Freitagmorgen in Europa bei etwa 159,40. Das Paar bleibt stark, da der US-Dollar (USD) möglicherweise stabil bleibt, da die Terminmärkte und Ökonomen erwarten, dass die Federal Reserve die Zinssätze bei der geldpolitischen Sitzung nächste Woche unverändert lässt, wobei der Leitzins derzeit bei 3,50%–3,75% liegt.

In der Zwischenzeit warten die Händler auf den Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) für Januar, den bevorzugten Inflationsindikator der Fed, der später am Freitag fällig ist, obwohl er nicht die Auswirkungen des Iran-Kriegs widerspiegeln wird. Die Händler werden auch das BIP-Wachstum der USA im vierten Quartal und das Verbrauchervertrauen im März beobachten.

Der japanische Finanzminister Satsuki Katayama sagte, die Behörden seien bereit, alle notwendigen Maßnahmen auf den Devisenmärkten zu ergreifen, da die Ölpreise steigen. In der Zwischenzeit warnte Kazuo Ueda, Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), dass ein schwächerer Yen die importierte Inflation angesichts steigender Ölpreise verstärken könnte und die Zentralbank zwingen könnte, die Normalisierung der Geldpolitik zu beschleunigen. Ueda fügte hinzu, dass Wechselkurse jetzt eine größere Rolle bei der Beeinflussung der Inflation spielen als in der Vergangenheit, was ihnen in politischen Entscheidungen größere Bedeutung verleiht.

Der DBS Group Research-Stratege Chang Wei Liang stellte fest, dass das USD/JPY-Paar sich dem wichtigen Niveau von 160 nähert, das zuvor Interventionen ausgelöst hatte, obwohl japanische Beamte weitgehend schweigen geblieben sind. Liang sagte, Japans starke Abhängigkeit von Öl aus dem Nahen Osten und seine beträchtlichen strategischen Reserven könnten es den Behörden ermöglichen, das Paar vorerst in der Nähe von 160 zu tolerieren, wobei nur eine begrenzte weitere Schwäche des japanischen Yens erwartet wird.

Japan plant, etwa 80 Millionen Barrel Öl aus seinen strategischen Reserven freizugeben – was ungefähr 45 Tage Versorgung entspricht – um globale Störungen, die durch den Krieg im Nahen Osten verursacht wurden, zu mildern. Japan ist für etwa 95% seiner Ölimporte auf den Nahen Osten angewiesen, wobei fast 90% der Lieferungen durch die Straße von Hormuz verlaufen, die Iran effektiv kontrolliert.

Der Tankerverkehr durch die Straße ist weitgehend blockiert worden, angesichts des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und Israel mit dem Iran. Ministerpräsidentin Sanae Takaichi sagte in einer Rundfunkerklärung, dass Japan ab dem 16. März in Abstimmung mit der Gruppe der Sieben (G7) und der Internationalen Energieagentur (IEA) beginnen werde, seinen Anteil freizugeben.

In der Zwischenzeit sagte der japanische Handelsminister Ryosei Akazawa am Freitag, dass die Diskussionen über Japans Allokation und den Zeitrahmen innerhalb der von der IEA geleiteten koordinierten Freigabe von Ölreserven fortgesetzt werden. Akazawa fügte hinzu, dass japanische Unternehmen alternative Rohölquellen, einschließlich der Vereinigten Staaten, Zentralasien und Südamerika, erkunden.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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