NZD/USD ist bei 0,6050 eingeschränkt, während die US NFP bevorstehen

Quelle Fxstreet
  • NZD/USD hat am Dienstag die Charts durcheinandergewirbelt, während die Märkte sich auf einen Daten-Hit zur Wochenmitte vorbereiten.
  • Ein neuer Schub in die bullische Richtung wird dazu führen, dass der Kiwi an sechsmonatige Höchststände über 0,6100 klopft.

Der neuseeländische Dollar handelt in einem klar definierten Aufwärtstrend auf dem Tages-Chart, wobei der Preis sowohl über dem 50 Exponential Moving Average (EMA) bei 0,5874 als auch dem 200 EMA bei 0,5845 liegt, nach einem starken Anstieg von dem Tiefpunkt Ende November nahe 0,5580. NZD/USD erreichte Ende Januar ein Hoch von 0,6094, bevor es in eine Konsolidierungsphase zwischen etwa 0,6000 und 0,6094 über die letzten zwei Wochen eintrat, wobei die Sitzung am Montag bei 0,6043 schloss, was einem Rückgang von 0,21% an diesem Tag entspricht.

Das Paar hat seit Anfang Dezember eine Reihe höherer Tiefs gebildet, wobei der 50 EMA den 200 EMA überkreuzt hat, um die bullische Trendstruktur zu bestätigen. Ein gemischter Arbeitsmarktbericht aus Neuseeland in der letzten Woche, der einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf einen Zehnjahreshoch von 5,4% zeigte, während das Beschäftigungswachstum mit 0,5% die Erwartungen übertraf, hat den Zeitplan für Zinserhöhungen der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) ungewiss gehalten, wobei die Märkte nun die erste Bewegung frühestens im Oktober einpreisen. Die RBNZ trifft sich am nächsten Mittwoch, den 18. Februar, zu ihrer ersten geldpolitischen Erklärung unter der neuen Gouverneurin Anna Breman, wobei allgemein erwartet wird, dass der Leitzins (Official Cash Rate - OCR) bei 2,25% bleibt.

Der Stochastische Oszillator (14, 5, 5) liegt knapp unter der überkauften Schwelle von 80, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum in der Nähe des oberen Bereichs der letzten Spanne stagniert. Sofortiger Widerstand liegt beim Hoch von 2026 bei 0,6094, wobei ein klarer Durchbruch über dieses Niveau die Tür zum 52-Wochen-Hoch nahe 0,6122 öffnet. Auf der Abwärtsseite dient die psychologische Marke von 0,6000 als erste Unterstützung, gefolgt von 0,5950 und dem 50 EMA bei 0,5874.

Der entscheidende kurzfristige Katalysator für dieses Paar kommt am Mittwoch mit der verzögerten Veröffentlichung der Non-Farm Payrolls (NFP) für Januar vom Bureau of Labor Statistics (BLS), die ursprünglich für den 6. Februar geplant war, aber aufgrund der teilweisen Regierungsstilllegung auf den 11. Februar verschoben wurde. Der Konsens erwartet einen Anstieg um 70K im Vergleich zu 50K im Dezember, zusammen mit der jährlichen Benchmarkrevision, den Arbeitslosenquote-Daten (Konsens 4,4%) und den durchschnittlichen Stundenlöhnen (Konsens 0,3% MoM, 3,6% YoY). Drei Redner der Federal Reserve (Fed) (Schmid, Bowman, Hammack) stehen ebenfalls am Mittwoch auf dem Kalender, was das Potenzial für scharfe Bewegungen des US-Dollars verstärkt, die NZD/USD in die eine oder andere Richtung innerhalb seiner aktuellen Spanne von 0,6000 bis 0,6094 treiben könnten.

NZD/USD Tages-Chart


Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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