Goldpreis unter Druck: Risikofreude dämpft die Nachfrage nach dem „Sicheren Hafen“
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Marktstimmung: Die Entspannung in Nahost und politische Klarheit in Japan bremsen den Gold-Run.
Zinspolitik: Sorge um die Unabhängigkeit der US-Notenbank und ein schwacher Dollar begrenzen das Abwärtspotenzial.
Charttechnik: Der Kampf um die psychologische 5.000-Dollar-Marke hält an – wichtige Unterstützung bei 4.819 Dollar im Fokus.
Der Goldpreis (XAU/USD) legt im asiatischen Handel am Dienstag eine Atempause ein. Nach zwei Gewinntagen in Folge gerät das Edelmetall ins Stocken und notiert unterhalb der psychologisch signifikanten Marke von 5.000 US-Dollar. Marktbeobachter sehen darin eine klassische Reaktion auf die zunehmende Risikofreude der Anleger („Risk-on“), die den Bedarf an sicheren Häfen vorübergehend drosselt.
Geopolitische Entspannung belastet
Verantwortlich für den Stimmungsumschwung sind vor allem Signale der Entspannung an den globalen Krisenherden. Der Ausgang der vorgezogenen Neuwahlen in Japan am Sonntag hat politische Unsicherheiten beseitigt. Flankiert wird dies durch diplomatische Fortschritte im Nahen Osten: Indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran über das iranische Atomprogramm endeten am Freitag mit einer grundsätzlichen Einigung auf weitere Diplomatie. Irans Außenminister Abbas Araghchi sprach von einem „guten Start“, während US-Präsident Donald Trump die Gespräche als „sehr gut“ bezeichnete und Folgetreffen für den Wochenbeginn ankündigte.
Diese geopolitische Beruhigung entzieht dem Goldpreis kurzfristig die Unterstützung, da Kapitalflüsse aus dem „Angstbarometer“ Gold abziehen.
Fed-Unabhängigkeit im Kreuzfeuer
Dass der Goldpreis dennoch nicht stärker korrigiert, liegt an der fragilen Lage des US-Dollars. Investoren preisen derzeit mindestens zwei Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed) um jeweils 25 Basispunkte für das Jahr 2026 ein.
Zusätzliche Brisanz erhält das Thema durch die neu entflammte Debatte um die Unabhängigkeit der Fed. US-Präsident Trump hatte am Samstag erklärt, er könnte seinen nominierten Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh verklagen, sollte dieser die Zinsen nicht senken. Finanzminister Scott Bessent ging am Donnerstag sogar noch einen Schritt weiter und wollte strafrechtliche Ermittlungen gegen Warsh im Falle einer Zinsverweigerung nicht ausschließen.
Diese politische Einflussnahme drückt den Greenback auf ein Ein-Wochen-Tief und stützt im Gegenzug das zinslose Gold. Zudem stützt die anhaltende Nachfrage aus China: Die People's Bank of China (PBoC) meldete am Samstag, dass sie ihre Goldbestände im Januar den 15. Monat in Folge aufgestockt habe – ein klares Signal der Diversifizierung angesichts fiskalischer Sorgen in den großen Volkswirtschaften.
Warten auf die US-Arbeitsmarktdaten
Vor diesem Hintergrund agieren Händler derzeit zurückhaltend. Der Fokus richtet sich nun auf die anstehende Datenflut: Am Dienstag stehen die US-Einzelhandelsumsätze an, gefolgt vom entscheidenden US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) am Mittwoch und den Verbraucherpreisdaten (CPI) am Freitag. Diese Veröffentlichungen dürften die nächsten Impulse für das Währungspaar XAU/USD liefern.
Chartanalyse: Die Bullen müssen liefern
Technisch betrachtet mahnt das Scheitern am Swing-Tief der Vorwoche zur Vorsicht. Der MACD-Indikator (Moving Average Convergence Divergence) zeigt zwar ein positives Histogramm, das sich jedoch zusammenzieht – ein Indiz für schwindendes Momentum. Der RSI (Relative-Stärke-Index) notiert mit 55 im neutralen Bereich, behält aber eine leichte Aufwärtstendenz bei.
Für die Bullen ist die Verteidigung der Aufwärtstrendlinie, die bei 4.397,52 US-Dollar ihren Ursprung nimmt, essenziell. Diese bietet aktuell Unterstützung im Bereich von 4.819,19 US-Dollar. Ein Bruch dieser Linie würde das charttechnische Bild eintrüben und Raum für einen Rücklauf in Richtung 4.397,52 US-Dollar öffnen. Umgekehrt würde ein erneutes Ausweiten des MACD-Histogramms den Kaufdruck bestätigen.
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