USD/CAD bewegt sich wenig, nachdem im vorherigen Handel moderate Verluste verzeichnet wurden, und handelt während der asiatischen Stunden am Mittwoch bei etwa 1,3640. Das Paar steigt leicht, während der rohstoffgebundene kanadische Dollar (CAD) aufgrund niedriger Ölpreise kämpft, was Kanadas Rolle als größter Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US) widerspiegelt.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl liegt zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei etwa 63,50 USD pro Barrel. Allerdings könnten die Ölpreise auf den vorherigen Gewinnen aufbauen, da die geopolitischen Spannungen nach dem Abschuss einer iranischen Drohne durch die USA in der Nähe eines US-Flugzeugträgers im Arabischen Meer wieder aufgeflammt sind. Präsident Trump erklärte jedoch, dass die diplomatischen Kanäle offen bleiben, und das Weiße Haus bestätigte, dass die US-Iran-Gespräche weiterhin für Freitag geplant sind.
Die Märkte werden später am Tag auf den Einkaufsmanagerindex (EMI) für den Dienstleistungssektor des Institute for Supply Management (ISM) achten, der im Januar voraussichtlich auf 53,5 von 54,4 im Dezember sinken wird.
Das Bureau of Labor Statistics (BLS) wird den Beschäftigungsbericht für Januar am Freitag nicht wie geplant veröffentlichen, da die teilweise Regierungsstilllegung, die am vergangenen Wochenende begann, andauert. Die Stilllegung endete am späten Dienstag, nachdem US-Präsident Donald Trump einen Finanzierungsdeal unterzeichnet hatte, der mit den Senatsdemokraten ausgehandelt wurde, trotz anhaltender Spannungen über seine Einwanderungspolitik.
Der US-Dollar (USD) könnte Unterstützung gewinnen, da sich die Erwartungen an die Führung der Federal Reserve (Fed) nach Trumps Nominierung des ehemaligen Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als nächsten Fed-Vorsitzenden ändern. Die Märkte erwarten ein langsameres Tempo bei Zinssenkungen und einen größeren Fokus auf die Reduzierung der Bilanz unter Warsh.
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.