Der japanische Yen (JPY) setzt seine relative Underperformance am Mittwoch fort, angesichts von Bedenken über die fiskalische Gesundheit Japans unter der expansiven Ausgabenpolitik von Premierministerin Sanae Takaichi. Neben diesem Aspekt stellt die politische Unsicherheit im Vorfeld der Neuwahlen am 8. Februar einen weiteren Faktor dar, der den JPY untergräbt. Dies, zusammen mit einem moderaten Anstieg des US-Dollars (USD), hebt das USD/JPY-Paar über die Marke von 156,00, was einem fast zweiwöchigen Hoch während der asiatischen Sitzung entspricht.
In der Zwischenzeit bleiben die Händler angesichts der Möglichkeit einer koordinierten Intervention von Japan und den USA zur Eindämmung des Rückgangs des JPY in Alarmbereitschaft. Darüber hinaus könnte die schrittweise Straffung der Geldpolitik der Bank of Japan (BoJ) die JPY-Bären davon abhalten, aggressive Wetten abzuschließen. Abgesehen davon halten Wetten, dass die US-Notenbank (Fed) die Kreditkosten noch zweimal senken wird, die USD-Bullen defensiv und sollten dazu beitragen, das USD/JPY-Paar vor den US-Makrodaten, die später heute fällig sind, zu begrenzen.
Die Bewegung am Mittwoch über die Marke von 156,00 erfolgt zusätzlich zum nächtlichen Ausbruch durch das 50%-Retracement-Niveau des Rückgangs von 159,13-152,06 und begünstigt die USD/JPY-Bullen. Der Relative Strength Index (14) liegt bei 66,9, unter dem überkauften Bereich, was mit einem festen, aber reifenden Anstieg übereinstimmt.
Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) Histogramm bleibt jedoch positiv, zieht sich aber zusammen, was auf nachlassendes bullisches Momentum hindeutet. Die MACD-Linie steht über der Signallinie, und beide schweben um die Nulllinie, was einen vorsichtigen, Übergangston verstärkt.
Daher wird jede nachfolgende Bewegung nach oben wahrscheinlich auf starken Widerstand in der Nähe der 156,51-Konfluenz stoßen – bestehend aus dem 100-perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart und dem 61,8%-Fibonacci-Retracement-Niveau. Ein nachhaltiger Durchbruch über diese Barriere ist erforderlich, um den kurzfristigen Ton nach oben zu verschieben.
Ein Durchbruch würde das 78,6%-Retracement bei 157,62 öffnen, während das Scheitern, diese Barriere zu überwinden, die Erholung anfällig für erneute Rücksetzer lassen würde. In der Zwischenzeit hält sich das USD/JPY-Paar unter dem abwärts geneigten 100-perioden SMA, was darauf hindeutet, dass die Bewegung nach oben wahrscheinlich begrenzt bleibt.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.