Die Bank of Japan (BOJ) wird ihren Bericht am Sonntag um 23:50 GMT veröffentlichen. Dieser Bericht enthält die Prognose der BOJ für Inflation und Wirtschaftswachstum. Er ist 8 Mal im Jahr geplant, etwa 10 Tage nach der Veröffentlichung der geldpolitischen Erklärung.
USD/JPY handelt am Tag vor dem BoJ Summary of Opinions positiv. Das Paar steigt, da der US-Dollar (USD) stärker wird, nachdem der ehemalige Gouverneur der Federal Reserve (Fed), Kevin Warsh, als neuer Fed-Vorsitzender ausgewählt wurde.
Die erste obere Barriere für das USD/JPY-Paar wird am Hoch vom 23. Januar bei 159,81 gesehen. Die nächste Widerstandsmarke liegt bei der psychologischen Marke von 160,00, auf dem Weg zum Hoch vom 14. Januar bei 161,00.
Auf der Unterseite wird der 100-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 154,50 den Käufern etwas Halt bieten. Weitere Verluste könnten zu einem Rückgang auf das Tief vom 30. Januar bei 152,50 führen. Die nächste Unterstützungsebene befindet sich am Tief vom 29. Januar bei 151,95.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.