Der japanische Yen (JPY) steigt am Montag zum zweiten aufeinanderfolgenden Tag gegenüber einem insgesamt schwächeren US-Dollar (USD) und erreicht während der asiatischen Sitzung ein über einwöchiges Hoch. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama drohte am Freitag mit entschlossenen Maßnahmen und warnte vor einer möglichen Intervention, um die Schwäche der heimischen Währung zu bekämpfen, was wiederum als Stütze für den JPY angesehen wird. Darüber hinaus erweisen sich die Aussichten auf eine frühzeitige Zinserhöhung durch die Bank of Japan (BoJ) als weiterer Faktor, der dem JPY zugutekommt.
Unterdessen versprach US-Präsident Donald Trump am Samstag, Zölle auf acht europäische Länder zu erheben, die seinen Plan, Grönland zu übernehmen, abgelehnt haben, was die Sorgen über einen Handelskrieg neu entfacht. Dies kommt zu den anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten hinzu und dämpft die Risikobereitschaft der Anleger, was dem sicheren Hafen JPY zusätzlichen Auftrieb verleiht. Der USD hingegen zieht sich von seinem höchsten Stand seit dem 9. Dezember zurück und trägt zur Rückgangsbewegung des USD/JPY-Paares von dem 18-Monats-Hoch bei, das am vergangenen Mittwoch erreicht wurde.
Das USD/JPY-Paar findet an dem 61,8% Fibonacci-Retracement-Niveau der jüngsten Aufwärtsbewegung vom monatlichen Hoch anständige Unterstützung. Eine anschließende Stärke über das 50%-Retracement-Niveau, rund um den Bereich von 157,80, könnte den Weg für weitere Gewinne ebnen, obwohl eine stärkere Erholung zusätzliche Bestätigung des Momentums benötigen würde.
Der Moving Average Convergence Divergence (MACD) schwebt knapp unterhalb der Nulllinie, während die Werte sich in Richtung -0,01 festigen, was auf nachlassenden bärischen Druck hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) zeigt 43 (neutral-bärisch) und stabilisiert sich nach einem früheren überverkauften Rückgang.
In der Zwischenzeit handelt das USD/JPY-Paar unter dem abflachenden 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA), rund um die Region von 158,55, was Rückgänge begrenzen sollte. Ein Schlusskurs über diesem Durchschnitt würde den kurzfristigen Ton nach oben neigen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.