Das Währungspaar EUR/JPY verliert im frühen europäischen Handel am Donnerstag an Dynamik und notiert nahe 184,50. Der japanische Yen (JPY) legt gegenüber dem Euro (EUR) zu, da die Händler nach starken Warnungen vor einer Wahl in Japan vorsichtig bleiben. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama gab am Mittwoch eine weitere verbale Warnung ab und erklärte, die Beamten würden „angemessene Maßnahmen gegen übermäßige FX-Bewegungen ergreifen, ohne Optionen auszuschließen.“
Andererseits könnten Anzeichen dafür, dass die Europäische Zentralbank (EZB) kurz vor dem Ende ihres Zinssenkungszyklus steht, dem Euro etwas Unterstützung bieten. Die Finanzmärkte sehen derzeit nur begrenzten Spielraum für sofortige Maßnahmen, wobei die Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Zinsen bei der nächsten Sitzung unverändert bleiben. Einige Analysten erwarten eine Zinssenkung später im Jahr 2026, obwohl eine Erhöhung angesichts des gedämpften Inflationsumfelds als unwahrscheinlich gilt.
Im Tageschart hält sich EUR/JPY über dem steigenden 100 EMA bei 179,01 und zeigt eine Aufwärtsneigung. Der Preis bewegt sich in der oberen Hälfte des Bollinger-Bandes, und die Bänder zeigen eine milde Kontraktion, was auf eine Pause innerhalb des Anstiegs hinweist. Der RSI bei 59,76 ist neutral-bullisch und zeigt ein starkes Momentum. Der unmittelbare Widerstand liegt am oberen Band bei 185,20, während die anfängliche Unterstützung bei 184,00 liegt.
Ein täglicher Schlusskurs über 185,20 könnte die Bewegung ausweiten, da die Volatilität aus der jüngsten Bandkontraktion wieder zunimmt. Ein Scheitern, diese Obergrenze zu überwinden, würde das untere Band bei 182,76 exponieren, und ein tieferer Rückgang würde den 100 EMA bei 179,01 testen. Ein RSI, der über 50 bleibt, würde eine Fortsetzung begünstigen, während ein Rückgang in Richtung dieser Schwelle auf eine Konsolidierung innerhalb der Spanne hindeuten würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.