Netflix treibt seine Übernahmepläne für zentrale Geschäftsbereiche von Warner Bros. Discovery voran und setzt dabei auf eine Vereinfachung der Transaktionsstruktur. Medienberichten zufolge prüft der Streamingkonzern, sein Angebot künftig ausschließlich in bar zu unterbreiten.
Ein solcher Schritt würde den Ablauf deutlich beschleunigen. Aktienbasierte Bestandteile lösen regelmäßig langwierige Prüfungen durch Wirtschaftsprüfer und Aufsichtsbehörden aus. Eine reine Barzahlung könnte diese Hürden weitgehend umgehen und eine frühere Entscheidung der Anteilseigner ermöglichen.
Insidern zufolge könnte eine Abstimmung der WBD-Aktionäre bereits gegen Ende Februar stattfinden. Bei Beibehaltung der bisherigen Angebotsstruktur wäre ein Votum voraussichtlich erst in den Sommermonaten realistisch.
Der Zeitdruck steigt, da sich der Wettbewerb um Warner Bros. Discovery zuspitzt. Mit einem eigenen Übernahmeangebot versucht Paramount, Netflix zuvorzukommen. Der Medienkonzern hat einen höheren Preis je Aktie in Aussicht gestellt und rechtliche Schritte eingeleitet, um die Verhandlungsposition von WBD zu überprüfen.
Paramount verweist dabei auf den umfassenden Zuschnitt seines Angebots, das neben dem Streaming- und Filmgeschäft auch die klassischen Fernsehsender von Warner Bros. Discovery einschließt. Die Entscheidung über den weiteren Verlauf des Bieterwettstreits gilt als richtungsweisend für die künftige Struktur der internationalen Medienlandschaft.