Krypto-Handelsvolumen sinkt weiter – ein Zeichen nachlassender Händlerbegeisterung und Markt-Dynamik

Autor: FXStreet
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Quelle: DepositPhotos
  • Der Bitcoin-Preis stabilisierte sich am Dienstag über 81.000 $ und bewegte sich in der vergangenen Woche in einer engen 5%-Spanne.


  • Das BTC/ETH-Handelsverhältnis erreichte vor dem Ethereum-Hoodi-Update ein Allzeithoch, da das Smart-Contract-Netzwerk weiterhin mit Skalierungsproblemen zu kämpfen hat.


  • BitcoinOS-CEO Eden Yago betonte die wachsenden Chancen für Bitcoin-native DeFi-Protokolle, in naher Zukunft Marktanteile von Ethereum abzunehmen.


  • Das in Bitcoin-DeFi gebundene Kapital (TVL) erreichte diese Woche 5 Milliarden $ und zog neue Zuflüsse an, während Ethereum mit seinen Netzwerk-Updates hadert.


In einem exklusiven Interview mit FXStreet erklärte Eden Yago, wie DeFi-Protokolle auf der Bitcoin-Blockchain attraktive Renditeoptionen bieten könnten, während Ethereum unter den jüngsten fehlgeschlagenen Netzwerk-Upgrades leidet.


BTC/ETH-Verhältnis erreicht Allzeithoch – Bitcoin baut Vorsprung gegenüber Ethereum in drei Wochen um 30 % aus


Als Ethereum 2018 auf den Markt kam, galt es als potenzieller Herausforderer von Bitcoin im Hinblick auf die Marktkapitalisierung. Die Vision: Durch Smart Contracts die dezentrale Finanzwelt (DeFi) revolutionieren. Doch im März 2025 hat das Bitcoin-Ökosystem seinen Vorsprung auf ein neues Rekordhoch ausgebaut.


Zwar konnte Ethereum anfangs den Abstand verringern, doch seit dem umstrittenen Merge, der im September 2022 den Wechsel von Proof-of-Work zu Proof-of-Stake vollzog, hinkt ETH immer deutlicher hinterher. Besonders bemerkenswert: Im März 2023 wuchs die Bewertungslücke zwischen Bitcoin und Ethereum um 30 % – ein Trend, der sich im März 2025 weiter verschärft hat.


BTC/ETH Ratio | March 18, 2025 | TradingView/Vantage


Ein Blick auf die Daten zeigt: Das BTC/ETH-Handelsverhältnis, das die Echtzeitpreise beider Assets vergleicht, erreichte am 14. März mit 44,6 einen historischen Höchststand. Das bedeutet: Bei Kursen von 83.400 $ für BTC und 1.850 $ für ETH kann 1 BTC aktuell über 44 ETH kaufen – ein Anstieg von 30 % im Vergleich zum 1:33-Verhältnis vom 25. Februar.


Dass Bitcoin innerhalb eines Monats 30 % gegenüber Ethereum gewonnen hat, zeigt eine klare Kapitalverlagerung. Investoren setzen verstärkt auf BTC, während das Ethereum-Netzwerk weiterhin mit Skalierungsproblemen zu kämpfen hat.


Fehlende Ethereum-Netzwerk-Upgrades gefährden das $100-Milliarden-DeFi-Ökosystem


Die Abwertung von Ethereum ist auf zwei Hauptfaktoren zurückzuführen. Kurzfristig betrachtet haben die jüngsten Handelspolitiken von Donald Trump das makroökonomische Umfeld destabilisiert, was Krypto-Investoren dazu veranlasst hat, Risiken zu reduzieren und vermehrt auf Bitcoin zu setzen.


Langfristige Analysen zeigen jedoch, dass Ethereums Abwärtstrend bereits mit dem Merge begann. Seit der Umstellung von Proof-of-Work auf Proof-of-Stake im September 2022 haben fehlerhafte Netzwerk-Updates dazu geführt, dass das ETH-Angebot wieder über das Niveau vor dem Merge gestiegen ist.


Die Ethereum Foundation hat versucht, gegenzusteuern und im Februar eine Führungsumbesetzung vorgenommen. Doch die Marktstimmung bleibt skeptisch, insbesondere nach den letzten beiden Netzwerk-Upgrades Pectra und Hoodi.


Steigende Bedenken über Ethereums schwache Kursentwicklung und fehlerhafte Netzwerk-Upgrades könnten das $100-Milliarden-DeFi-Ökosystem gefährden. Investoren richten zunehmend ihre Aufmerksamkeit auf alternative DeFi-Ökosysteme.


Laut Eden Yago, CEO von BitcoinOS, sei es nur eine Frage der Zeit, bis Bitcoin seine wachsende Marktdominanz auch auf den DeFi-Sektor ausdehnt.


In einem exklusiven Interview mit FXStreet sprach Eden Yago über Ethereums jüngste Probleme, die regulatorischen Klarstellungen durch Trumps neue Politik und warum Bitcoin-DeFi-Protokolle in einer idealen Position sind, Marktanteile zu gewinnen.


Q1: Ist Bitcoin eine echte Alternative für DeFi angesichts Ethereums Skalierungsprobleme?

Eden Yago: „Wir sehen Bitcoin nicht nur als Alternative, sondern als überlegene Lösung für DeFi. Das größte Problem von Ethereum ist die Abhängigkeit von mehreren Layer-2-Lösungen, die Nutzerfreundlichkeit und Liquidität beeinträchtigen. Bitcoin hingegen ermöglicht nahtlose Interoperabilität über verschiedene Chains hinweg, ohne dabei seine Sicherheitsstandards zu gefährden.

Während Ethereum weiterhin mit Rollups und hohen Gas-Gebühren kämpft, werden Bitcoin-DeFi-Protokolle für Entwickler und Investoren zunehmend attraktiver.“


Q2: Könnte Trumps strategische Bitcoin-Reserve die institutionelle Akzeptanz von Bitcoin-DeFi-Produkten beschleunigen?

Eden Yago: „Absolut. Wir sehen bereits, wie BitcoinOS für die Einführung von Bitcoin-gestützten Stablecoins wie USBD von BIMA Labs genutzt wird.

Das markiert einen grundlegenden Wandel vom bisherigen Modell, in dem Bitcoin lediglich als statisches Asset in Cold Storage gehalten wurde.

Institutionen können jetzt Renditemöglichkeiten für BTC erschließen, während ihre Anlagen weiterhin nicht-kustodial und vertrauensminimiert bleiben.

Da sich regulatorische Rahmenbedingungen weiterentwickeln, wird Bitcoin als Basislayer für eine souveräne Finanzinfrastruktur immer relevanter.“


Q3: Welche Risiken birgt Bitcoin-DeFi, und wie begegnet BitcoinOS diesen?

Eden Yago: „Wie jeder aufstrebende Sektor birgt auch Bitcoin-DeFi Risiken – darunter Smart-Contract-Schwachstellen, Liquiditätsfragmentierung und Nutzerfreundlichkeit. BitcoinOS hat jedoch eine speziell entwickelte Infrastruktur, um diese Herausforderungen zu meistern.“


Q4: Welche Rolle spielen DAOs im Bitcoin-DeFi-Ökosystem?

Eden Yago: „DAOs sind ein entscheidender Bestandteil des Ökosystems, da sie eine dezentrale Governance und Kapitalallokation für Bitcoin-native DeFi-Projekte ermöglichen.

Durch On-Chain-Governance-Modelle stellen DAOs bei BitcoinOS sicher, dass Entscheidungsbefugnisse auf eine Gemeinschaft von Stakeholdern verteilt bleiben, anstatt in zentralisierten Händen zu liegen. Sie verwalten die Kassen, finanzieren Entwicklungen und setzen Protokollregeln durch – ganz ohne Zwischenhändler.“


Q5: Kann Bitcoin reale Finanzanwendungen betreiben?

Eden Yago: „Ja. Durch den Einsatz skalierbarer Zero-Knowledge-Lösungen kann Bitcoin hochfrequente, kostengünstige Transaktionen ermöglichen – ein Bereich, in dem traditionelle Bankensysteme oft scheitern.

Beispielsweise könnten Bitcoin-gestützte Stablecoins und dezentrale Kreditplattformen auf BitcoinOS die Art und Weise revolutionieren, wie Unternehmen und Einzelpersonen Finanzdienstleistungen nutzen – indem sie Ineffizienzen beseitigen und die Abhängigkeit von Intermediären reduzieren.“


Q6: Welche Auswirkungen könnten regulatorische Änderungen auf Bitcoin-DeFi im Vergleich zu Ethereum haben?

Eden Yago: „Bitcoin-native DeFi-Protokolle könnten von einer günstigeren regulatorischen Behandlung profitieren als Ethereum-basierte Alternativen, die oft wegen ihrer zentralisierten Komponenten und Wrapped Assets unter Beobachtung stehen.

BitcoinOS’ vertrauensminimierte Architektur sorgt für Compliance-freundliche DeFi-Lösungen, ohne dabei auf Dezentralisierung zu verzichten.

Während Regierungen ihre Haltung gegenüber Krypto neu definieren, könnte dieser regulatorische Vorteil das institutionelle Interesse an Bitcoin-nativen Finanzanwendungen weiter steigern.

Angesichts Ethereums anhaltender Probleme könnte Bitcoin-DeFi die nächste Marktphase dominieren. Unsere Prognosen zeigen, dass das in Bitcoin-DeFi gebundene Kapital (TVL) mit den nächsten institutionellen Zuflüssen die 10-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten könnte.“


Q7: Wie betrachten traditionelle Finanzinstitute Bitcoin-DeFi im Vergleich zu Ethereum-DeFi?

Eden Yago: „Traditionelle Finanzinstitutionen sind eher geneigt, Bitcoin-native DeFi zu erforschen, da Bitcoin als sicheres und bewährtes Asset gilt.

Während das Ethereum-Ökosystem innovativ ist, stellt die Abhängigkeit von komplexen Smart Contracts und fragmentierten Layer-2-Lösungen zusätzliche Risiken für institutionelle Akteure dar.

Indem BitcoinOS eine sichere und interoperable Architektur bietet, schließt es die Lücke zwischen traditioneller Finanzwelt und dezentralem Finanzwesen. Institutionelle Investoren können so an DeFi teilnehmen, ohne bei Sicherheit oder regulatorischer Konformität Kompromisse eingehen zu müssen.“


Fazit:


Während Ethereum weiterhin mit Skalierungsproblemen und Netzwerkeffizienzen kämpft, gewinnt Bitcoin zunehmend an Marktdominanz. Das BTC/ETH-Handelsverhältnis erreichte diese Woche mit 44,6 ein neues Allzeithoch, was auf eine verstärkte Kapitalverlagerung hin zu Bitcoin im Spotmarkt hindeutet.


Da Ethereums schwache Performance sein $100-Milliarden-DeFi-Ökosystem bedroht, gewinnen Bitcoin-native Protokolle wie BitcoinOS an Bedeutung. BitcoinOS-CEO Eden Yago deutet an, dass Bitcoins wachsende Dominanz sich auch auf den DeFi-Sektor ausweiten könnte.


Mit klareren regulatorischen Rahmenbedingungen und einer steigenden institutionellen Akzeptanz unter Trump stehen Bitcoin-gestützte Finanzanwendungen kurz davor, in den kommenden Monaten einen noch größeren Einfluss auf den DeFi-Sektor zu nehmen.

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