Der kanadische Dollar (CAD) steht angesichts neuer US-Risiken und zunehmender Interventionssignale deutlich unter Druck und ist derzeit die schwächste Währung im Kreis der G10-Staaten. Ein Bericht von Commerzbank Research aus der Feder von Michael Pfister geht davon aus, dass diese Belastungsfaktoren das gesamte Jahr über anhalten dürften. Erwartet wird lediglich eine allmähliche Abwärtsbewegung des Währungspaars USD/CAD. Zudem verweist die Analyse auf mögliche Folgen der Überprüfung des USMCA-Handelsabkommens sowie auf anhaltende Spannungen zwischen Kanada und den USA.
„Wir gehen davon aus, dass diese Risiken für den Rest des Jahres im Vordergrund bleiben und erwarten lediglich eine schrittweise Abwärtsbewegung von USD/CAD.“
„Gleichzeitig ist jedoch klar, dass der CAD in diesem Jahr weiterhin von Signalen aus dem White House beeinflusst wird, was eine erhöhte Risikoprämie rechtfertigt.“
„Solange es keine umfassende Einigung mit den USA oder eine abgeschlossene Überarbeitung des USMCA-Abkommens gibt, dürfte sich die Erholung nur schleppend vollziehen.“
„Wir erwarten daher, dass sich der Trend des vergangenen Jahres über das gesamte Jahr fortsetzt: Der CAD dürfte gegenüber einem schwachen US-Dollar zulegen, sich gegenüber anderen Währungen jedoch weiter schwertun.“