Das Währungspaar NZD/USD gewinnt während des asiatischen Handels am Donnerstag an Momentum und nähert sich 0,5950. Das Paar hält sich nahe einem Zweieinhalb-Monats-Hoch, gestützt von einem hawkischen Ton der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) und schwächeren US-Inflationsdaten.
Die People’s Bank of China (PBOC) ließ ihre Loan Prime Rates (LPRs) am Donnerstag unverändert. Die einjährige und die fünfjährige LPR lagen bei 3,00% bzw. 3,50%.
Darüber hinaus kündigte Chinas Handelsministerium eine Entscheidung zu den Unternehmenssteuersätzen für Unternehmen im Zusammenhang mit Antidumpingmaßnahmen auf importiertes Polyoxymethylen aus den Vereinigten Staaten (US), der Europäischen Union (EU), Taiwan und Japan an, wie Reuters berichtete.
Höher als erwartet ausgefallene neuseeländische VPI-Inflationsdaten haben die Erwartungen an eine anhaltende geldpolitische Straffung verfestigt, wobei Swaps bis Anfang 2027 bis zu drei weitere Zinserhöhungen der RBNZ einpreisen.
Auf der anderen Seite reduzieren Händler ihre Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) im September, was den Greenback belastet und dem Paar Rückenwind verschafft. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von 32,7% für eine Zinserhöhung der Fed auf der geldpolitischen Sitzung im September ein, nach 47% einen Monat zuvor.
Strategen bei BNY beobachten, dass sich der Kiwi gefestigt hat, wobei der NZD „nun leicht über dem rollierenden 12-Monats-Durchschnitt notiert“. Dennoch sind sie von der aktuellen Zinskurve nicht überzeugt und merken an, dass „wir die derzeitige Markteinpreisung der Zinserwartungen weiterhin anzweifeln, wonach bis zum Jahresende zwei weitere Zinserhöhungen der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) erwartet werden“. Zwar räumen sie ein, dass „die inländische Aktivität robust bleibt“, doch BNY argumentiert, dass „die Inflationserwartungen relativ gut verankert bleiben“, was die Argumente für eine zusätzliche Straffung trotz der Widerstandsfähigkeit der Währung abschwächt.
Im Tages-Chart behält NZD/USD eine bullische kurzfristige Tendenz bei, da der Spotkurs oberhalb des 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und des mittleren Bollinger Bands bleibt. Der Kurs nähert sich dem oberen Bollinger Band, während der Relative Strength Index (14) bei 66 ein solides, aber noch nicht extremes positives Momentum zeigt, was darauf hindeutet, dass das Paar bei Rücksetzern weiterhin unterstützt bleibt, aber in der Nähe der jüngsten Hochs auf Gewinnmitnahmen stoßen könnte.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand beim oberen Bollinger Band nahe 0,5960, wobei ein klarer täglicher Schlusskurs darüber den Weg für eine Fortsetzung des Anstiegs öffnen würde. Auf der Unterseite ergibt sich die erste Unterstützung am mittleren Bollinger Band um 0,5865, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 0,5835 und dem unteren Bollinger Band nahe 0,5775, wobei diese gestaffelte Nachfragezone die konstruktive Tendenz untermauert, solange der Kurs darüber bleibt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.