TradingKey – Aktie von Micron Technology rückt weiter in Richtung 900-US-Dollar-Marke vor; werden die anstehenden VPI-Daten den Durchbruch bringen?
Am 12. August US-Ostküstenzeit stieg Micron Technology (MU) im vorbörslichen Handel um fast 4 %, wobei sich der Aktienkurs mit 898,52 US-Dollar nur knapp unter der wichtigen 900-US-Dollar-Marke bewegte. Ob Micron den Schwung nutzen kann, um die psychologische 900-US-Dollar-Marke heute zurückzuerobern, hängt maßgeblich von den anstehenden US-VPI-Daten für Juli und dem intraday-technischen Verkaufsdruck von Breakeven-Tradern ab.
Wall-Street-Schwergewichte wie UBS und Mizuho merkten in ihren jüngsten Berichten an, dass die Kapazitäten von Micron für Speicher mit hoher Bandbreite (HBM3e/HBM4) für die Jahre 2026 bis 2027 an KI-Giganten wie Nvidia vollständig ausverkauft sind. Dennoch schwankte der Aktienkurs von Micron zuletzt nach unten und verharrte in einer engen Spanne unterhalb von 900 US-Dollar. Da in den USA jedoch die Veröffentlichung der VPI-Daten ansteht, haben sich positionierende Kapitalzuflüsse eine Erholung des Micron-Aktienkurses angetrieben, was ein starkes bullisches Markt-Momentum zeigt.
Am vergangenen Freitag (7. August) fiel der US-Arbeitsmarktbericht außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm Payrolls, NFP) für Juli überraschend schwach aus und lag deutlich unter den Erwartungen, was die Markterwartungen bezüglich einer Zinssenkung der US-Notenbank im September anheizte. Sollten auch die anstehenden Inflationsdaten abkühlen, würde dies die Erwartungen einer Fed-Zinssenkung im September weiter festigen, die Risikobereitschaft am Markt stärken und Micron eine gute Chance bieten, die Marke von 900 US-Dollar unter hohem Volumen zu durchbrechen. Fällt der VPI hingegen höher aus als erwartet, könnte die hartnäckige Inflation die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben treiben, was auf hohem Niveau Gewinnmitnahmen bei Technologieaktien auslösen und die vorbörslichen Gewinne von Micron ins Gegenteil verkehren könnte.
Seit Ende Juni ist der Aktienkurs von Micron weiter auf neue Tiefststände gefallen, wobei auch die Höchststände bei Erholungen kontinuierlich niedriger ausfielen und sich ein Abwärtstrendkanal bildete – ein klassisches bärisches Signal. Noch bemerkenswerter ist, dass die Aktie nach kurzem Antesten der psychologischen Marken von 1.000 US-Dollar und 900 US-Dollar im Zuge von Erholungsversuchen weder den Durchbruch schaffte noch sich stabilisieren konnte und schließlich wieder auf Talfahrt ging.
Aktienkursdiagramm von Micron, Quelle: TradingView