USD/CAD handelt am Mittwoch zum Zeitpunkt der Veröffentlichung um 1,3915 und damit praktisch unverändert gegenüber dem Vortag, mit einem moderaten Rückgang von 0,06 %. Dem Paar fehlt nach der Veröffentlichung der den Erwartungen entsprechenden US-Inflationsdaten eine klare Richtung, während erneute Spannungen rund um den Friedensprozess zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran die Unsicherheit am Ölmarkt aufrechterhalten.
In den Vereinigten Staaten kühlte sich die Inflation, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), im Juli auf 3,4 % im Jahresvergleich von 3,5 % im Juni ab, wie das Bureau of Labor Statistics (BLS) mitteilte. Auf Monatsbasis stiegen die Preise um 0,1 %, nachdem sie im Juni um 0,4 % gefallen waren. Der Kern-VPI, bei dem die volatilen Komponenten Lebensmittel und Energie ausgeklammert werden, steigt um 0,2 % im Monatsvergleich und 2,5 % im Jahresvergleich. All diese Zahlen entsprechen den Markterwartungen.
Die Reaktion des US-Dollars (USD) bleibt begrenzt, da die Daten keine Überraschung liefern, die die Erwartungen hinsichtlich des geldpolitischen Ausblicks der Federal Reserve (Fed) wesentlich verändern würde. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen misst, gibt nach der Veröffentlichung leicht nach.
Auf kanadischer Seite bleibt Öl ein wichtiger Treiber für den Kanadischen Dollar (CAD), da Kanada ein bedeutender Rohölexporteur ist. West Texas Intermediate (WTI) Öl fällt am Mittwoch nach zwei aufeinanderfolgenden Gewinntagen, obwohl geopolitische Unsicherheit im Nahen Osten das Abwärtspotenzial der Energiepreise begrenzen könnte.
Die Sorgen nehmen zu, nachdem Reuters unter Berufung auf eine hochrangige iranische Quelle berichtete, dass derzeit keine Gespräche über eine Verlängerung des Waffenstillstands zwischen Washington und Teheran geführt werden. Laut der Quelle ist Teheran der Ansicht, dass es kein offizielles Startdatum für den Waffenstillstand gebe und daher auch nichts zu verlängern sei.
Der Bericht dämpft die Hoffnungen auf eine rasche Deeskalation, während Angriffe auf Schiffe, die versuchen, die Straße von Hormus und Bab al-Mandab zu durchqueren, die Sorgen ebenfalls schüren. US-Präsident Donald Trump erhöht den Druck zusätzlich, indem er Teheran auffordert, den Opfern von Angriffen mit Bezug zur Islamischen Republik Entschädigungen zu zahlen.
Diese Entwicklungen verringern die Hoffnungen auf eine rasche Wiedereröffnung der Straße von Hormus und halten einen Risikoaufschlag im Ölmarkt aufrecht. Dieser Hintergrund könnte den Kanadischen Dollar etwas stützen und dazu beitragen, USD/CAD zu begrenzen, während die den Erwartungen entsprechenden US-Inflationsdaten dem US-Dollar kaum neue Impulse liefern.
Auf dem Vier-Stunden-Chart notiert USD/CAD bei 1,3915 und behält damit eine kurzfristig bärische Tendenz bei, da das Paar unter dem einfachen gleitenden 100-Perioden-Durchschnitt (SMA) bei 1,4039 und dem 200-Perioden-SMA bei 1,4093 bleibt. Das Paar handelt zudem unter der horizontalen Barriere bei 1,4000 und dem fallenden Trendlinienwiderstand im Bereich von 1,4042, was darauf hindeutet, dass Aufwärtsbewegungen vorerst begrenzt bleiben. Der Relative Strength Index (RSI) liegt nahe 34 und deutet auf anhaltenden Abwärtsdruck hin, ohne jedoch in den klar überverkauften Bereich vorzudringen.
Auf der Abwärtsseite liegt die unmittelbare Unterstützung bei der horizontalen Marke um 1,3900, vor einer tieferen Untergrenze nahe 1,3870, wo Verkäufer zögern könnten, den Rückgang auszuweiten. Auf der Oberseite befindet sich der anfängliche Widerstand bei 1,4000, gefolgt vom 100-Perioden-SMA bei 1,4039 und dem gebrochenen Trendlinienbereich nahe 1,4042, wobei der 200-Perioden-SMA bei 1,4093 als weiter entfernter Deckel fungiert, der zurückerobert werden müsste, um den aktuellen bärischen Ton zu entschärfen.
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