TradingKey - Am 6. August schlossen japanische und südkoreanische Aktien schwächer, wobei SK Hynix um 10 % fiel, Samsung Electronics um 6 % nachgab und Kioxia um mehr als 10 % einbrach.
Zum Handelsschluss verlor der südkoreanische Composite Stock Price Index (KOSPI) 302,82 Punkte oder 4,59 % und fiel auf 6.295,44 Zähler; der südkoreanische KOSDAQ-Index stemmte sich gegen den Trend und legte leicht um 0,26 % zu. Japans Nikkei 225 Index sank um 617,18 Punkte oder 0,93 % und schloss bei 65.683,26 Zählern.

Quelle: TradingView
Der Halbleiter- und Speicherchip-Sektor blieb weiterhin der Hauptbelastungsfaktor für den Markt. SK Hynix brach um 10,37 % ein und schloss bei 1.495.000 Won (ca. 1.049 US-Dollar). Samsung Electronics fiel um 6,30 % und schloss bei 230.500 Won, da die anhaltende Schwäche beider Aktien den KOSPI weiter nach unten zog.
Auch japanische Technologieaktien gerieten unter Druck, wobei der Speicherchiphersteller Kioxia um 10,24 % einbrach und bei 48.740 Yen (ca. 309 US-Dollar) schloss. Die SoftBank Group schloss mit einem Minus von 4,41 % bei 5.695 Yen. Bemerkenswert ist, dass die SoftBank Group für ihr erstes Geschäftsquartal einen Nettogewinn von 347,33 Milliarden Yen auswies und damit die Marktschätzungen von 165,83 Milliarden Yen weitaus übertraf.
Die am Vorabend verzeichnete Schwäche im US-amerikanischen Speicherchip-Sektor dämpfte die Stimmung an den asiatischen Märkten weiter. SanDisk ( SNDK) und Western Digital ( WDC) gaben im nachbörslichen Handel nach Vorlage ihrer jüngsten Quartalsergebnisse um rund 8 % bzw. 12 % nach, was eine marktweite Neubewertung des Zyklus und der Ertragsaussichten der Speicherbranche auslöste und verwandte asiatische Aktien unter Druck setzte.
Bloomberg-MLIV-Stratege Mark Cranfield merkte an, dass der aktuelle Rücksetzer an den asiatischen Märkten noch nicht in ein ausgewachsenes Risk-off-Szenario übergegangen sei. Er wies darauf hin, dass die US-Aktienindex-Futures relativ stabil blieben, was darauf hindeute, dass die Wall Street zum Handelsauftakt am Donnerstag noch eine gewisse Unterstützung erfahren dürfte.
Die starken Aktienkursschwankungen, die durch die Ergebnisse von SanDisk und Western Digital ausgelöst wurden, unterstreichen jedoch auch, dass die Bewertungen im Halbleitersektor weiterhin hochsensibel sind, da bereits ein geringfügiges Verfehlen der Markterwartungen eine rasche Kapitalflucht auslösen kann.